Empfang im Gemeinschaftshaus Paul Janßen in Holthausen-Biene mit Bürgerpreis ausgezeichnet

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Lingen. Zahlreich sind am vergangenen Samstag die Bürger aus Holthausen-Biene zum fünften Bürgerempfang im Gemeinschaftshaus erschienen. Ein Vortrag von Emslandmuseumsleiter Andreas Eiynck, die Verleihung des Bürgerpreises sowie ein Bericht zum Integrationspreis vom Landkreis Emsland, zählten zu den Programmpunkten.

Den Einstieg zur Veranstaltung machte, nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Uwe Dietrich, der Musikverein Holthausen-Biene, bevor es ebenso musikalisch weiterging. Das A-Capella-Ensemble Molto Vocale beeindruckte nicht nur mit Liedern wie „Frauen regieren die Welt“ vom verstorbenen Sänger Roger Cicero oder „King of the Bongo“ von Manu Chao – sie bewiesen, beispielsweise durch untermalende Gesichtsengleisungen und Gestiken auch komödiantisches Talent. So ging es, gut eingestimmt, über zu den Programmpunkten für den Abend.

Den Anfang machte ein Bericht zur Vergabe des Integrationspreises, der vom Landkreis Emsland ausgelost wurde. In diesem Jahr ging er in die Gemeinde Holthausen-Biene an das Zukunftsbüro Wabe. Die Wabe begleitet viele Projekte, darunter auch den Mittagstisch, der einmal im Monat stattfindet und für den 30 Ehrenamtliche im Einsatz sind.

Netzwerke schaffen

Die ehrenamtlichen Helfer sind es auch, denen der Dank gebührt, wie Edeltraud Sänger vom Zukunftsbüro berichtet. Vor allem bei der Arbeit mit Flüchtlingen wurde und wird dort viel geleistet; so auch als 2015 eine Flüchtlingsunterkunft in Holthausen-Biene entstand. „Wenn Sie selbst schon einmal umgezogen sind, wissen Sie bestimmt, wie schwierig es sein kann, in einer Gemeinde anzukommen“, sagt Sänger. Hinzu komme die Unterstützung bei sprachlichen Defiziten, insbesondere bezüglich einiger Behördengänge. Laut Sänger hört Integration dort aber nicht auf. Es seit auch wichtig ein gutes Netzwerk zu schaffen, zu dem zum Beispiel das Ludwig-Windthorst-Haus, der SKM, aber auch regelmäßige Treffen mit Mitarbeitern zählen. „Ich glaube, auch die anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter und ich selbst haben dabei viel gelernt“, meint Sänger.

Dotiert wird der Integrationspreis, für den der Ortsrat Holthausen-Biene die Bewerbung einreichte, mit 2000 Euro.

Historischen Details

Um die Geschichte des Ortes, insbesondere um die landschaftliche und strukturelle Veränderung, ging im darauffolgenden Vortrag von Andreas Eiynck. Anhand eines Projektes mit Heimatvereinen und der Leader-Gruppe Südliches Emsland, verwies der Museumsleiter auf so manche Anekdote und interessante Information am Rande. So wussten wohl die meisten der anwesenden Einheimischen nicht, dass der Ortsname Biene von den Worten „noe binanner“ – auf hochdeutsch „nah beieinander“– stammt.

Der Lingener weiß aber nicht nur um historisch genaue Beiträge. „Doktor Eiynck und seine Frau unterstützen eine Flüchtlingsfamilie und sammeln diesbezüglich auch Spenden“, erläutert der Ortsbürgermeister die Übergabe eines Geldgeschenkes an Eiynck.

„Ein bisschen verlegen“

Ebenso engagiert ist Paul Janßen. Seit vier Jahrzehnten bietet er an vielen Stellen in Holthausen-Biene seine Hilfsbereitschaft, initiierte Projekte selbst und war dabei stets ein Bürger aus der Mitte. Die Gründung des örtlichen Musikvereins, vergangene Tätigkeiten im Ortsrat oder die Mithilfe bei der Integration von Flüchtlingen, um nur wenige Dinge zu nennen: Janßens Liste an ehrenamtlichen Engagement ist lang. Dennoch gab er sich bei der Verleihung des Preises zum Ehrenbürger bescheiden: „Ich fühle mich fast ein bisschen verlegen, weil ich nie das Gefühl hatte viel gemacht zu haben. Aber an dem, was ich gemacht habe, hatte ich immer viel Spaß.“

Mit einem Dankeschön an die Politiker Dirk Meyer (FDP) und Christian Fühner (CDU) für die gute Repräsentation des Ortes – vor allem in der Zeit der Landtagswahl – sowie mit Ausblicken auf kommende Projekte des Ortsrates, läutete Dietrich zu einem gemütlichen Beisammensein ein, um den Abend abzurunden.


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