Verhandlung ferngeblieben Mehrere Delikte: Lingener muss ein Jahr in Haft

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Zur Berufungsverhandlung, die er selbst beantragt hatte, war der Lingener nicht erschienen. Symbolfoto: ArchivZur Berufungsverhandlung, die er selbst beantragt hatte, war der Lingener nicht erschienen. Symbolfoto: Archiv

Osnabrück Das Spiel überreizt hat ein junger Mann aus Lingen, der gegen seine Verurteilung wegen diverser Rechtsverstöße in die Berufung gegangen war. Weil er jetzt trotz Ladung nicht vor Gericht erschien, wird er in Kürze seine Haftstrafe von einem Jahr antreten müssen.

Das Warten der Prozessbeteiligten im Saal 1 des Landgerichts Osnabrück war umsonst. „Mein Mandant kommt nicht. Ich habe eben mit ihm telefoniert“, sagte die Verteidigerin des Mannes. Die Richterin nickte, sie wusste mehr. „Wir haben von ihm eine Nachricht erhalten, dass er einen Termin beim Arzt hatte und deshalb den eigentlich vorgesehenen Zug nicht hatte nehmen können“, berichtete sie. Die Nachricht habe zusätzlich den Inhalt gehabt, der Angeklagte sehe sich außerstande, den Termin wahrnehmen zu können. „Als Begründung bringt er vor, er wisse ja nicht, wann der nächste Zug fährt“, fügte sie an.

Eier im Wert von 3,40 Euro gestohlen

Im Mai war der Lingener vom Amtsgericht verurteilt worden, weil er gemeinsam mit einem Kumpan in einem landwirtschaftlichen Selbstbedienungsladen Eier im Gesamtwert von 3,40 Euro geklaut hatte. Wenig später schnappte ihn die Polizei, als er mit einem Mofa ohne Kennzeichen den Hessenweg in Lingen befuhr. Dies in einem alkoholisierten Zustand: 1,74 Promille Blutalkohol wurden festgestellt. Auf der Dienststelle fanden die Beamten bei ihm noch eine kleine Menge Marihuana-Tabak-Gemisch.

Wochen später war er wieder unangenehm aufgefallen. Vor einer Gaststätte in der Innenstadt Lingens hatte er mehrere abgestellte Fahrräder umgetreten und war dann auf den Rahmen herumgesprungen. An einem der Räder, einem Elektro-Fahrrad, war ein Sachschaden von 870 Euro entstanden.

Wegen dieser Vergehen und unter Einbeziehung weiterer gerichtlicher Entscheidungen war der auch zuvor schon gerichtsbekannte Mann zu zwölf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Die wird er jetzt wegen des Fernbleibens bei der von ihm selbst beantragten Berufungsverhandlung absitzen müssen. Und die Verfahrenskosten wurden ihm ebenfalls auferlegt.

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