Stadt prüft 33 Wohnungen Verwaltung: Leiharbeiter in Lingen gut untergebracht

Von Thomas Pertz

Zwei rumänische Leiharbeiter kamen in diesem Haus in Papenburg ums Leben. Symbolfoto: dpaZwei rumänische Leiharbeiter kamen in diesem Haus in Papenburg ums Leben. Symbolfoto: dpa

Lingen. Die Stadt Lingen hat in den letzten Wochen 33 Wohnungen in 13 Gebäuden überprüft, in denen Werksvertragsarbeiter wohnen. In einem Gespräch mit unserer Zeitung zogen Erster Stadtrat Ralf Büring, Kathrin Möllenkamp, Fachbereichsleiterin Bürgerservice und Dieter Frerich, Leiter des Fachdienstes Bauordnung, ein positives Fazit. In den meisten Fällen habe es keine Beanstandungen gegeben.

Vor dem Hintergrund des Todes zweiter rumänischer Leiharbeiter in Papenburg , die am 13. Juli bei einem Feuer in einer Unterkunft ums Leben gekommen waren, hatte der Landkreis Emsland die Städte Papenburg, Meppen und Lingen als Baugenehmigungsbehörden angeschrieben und aufgefordert, die Unterkünfte von Werksvertragsarbeitern zu überprüfen.

„Wir haben dies stets im Einvernehmen mit den Vermietern bzw. Firmen gemacht, die Wohnungen angemietet hatten“, verwies Jurist Büring auf die Rechtslage. Diese beschreibe die Unverletzlichkeit der Wohnung als hohes Gut.

Sein Kollege Frerich hatte gemeinsam mit Kathrin Möllenkamp die Unterkünfte von insgesamt 175 Werksvertragsarbeitern unter die Lupe genommen. In einem Fall, im Ortsteil Laxten, hatte eine Firma für 13 Mitarbeiter sechs Container auf dem Firmengelände aufstellen lassen, die an dieser Stelle nicht genehmigungsfähig waren. Die 13 seien inzwischen in anderen Wohnungen untergebracht, sagte Frerich. Insgesamt seien die von der Verwaltung überprüften Unterkünfte ordentlich gewesen, gab er seine Eindrücke wieder. Büring verwies weiter darauf, dass es auch in den Lingener Ortsteilen Häuser gebe, die von Firmen für Werksvertragsarbeiter angemietet worden seien. Hier trage auch die Sozialstruktur in solchen Siedlungen mit aufmerksamen Nachbarschaften dazu bei, dass Fehlentwicklungen nicht unbeachtet blieben.

Am Donnerstag hatte sich Kathrin Möllenkamp noch eine Wohnung in der Lingener Innenstadt angeschaut. Hier hatte es Hinweise aus der Nachbarschaft wegen Lärms gegeben. Dort sind derzeit sechs Personen gemeldet, bis zu acht können dort wohnen. Aus Brandschutzgründen untersagte die Verwaltung die Nutzung eines Zimmers im Dachgeschoss, weil es im Notfall über die Drehleiter der Feuerwehr nicht erreichbar gewesen wäre. Möllenkamp abschließend: „Wir haben keine solchen Missstände festgestellt, wie sie anderswo bekannt geworden sind .“