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04.10.2017, 12:47 Uhr UNFÄLLE AUS ABLENKUNG

Handy und Eigentümer: Wer besitzt hier wen?

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Immer öfter werden  Bußgelder von Radfahrern verlangt, die unterwegs ihr Handy benutzen. Foto: Patrick Pleul/dpaImmer öfter werden Bußgelder von Radfahrern verlangt, die unterwegs ihr Handy benutzen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Lingen. Handy und Eigentümer: Wer besitzt hier wen?, fragt sich der Kommentator.

Das Smartphone hat die Lebensgewohnheiten seiner Besitzer stärker beeinflusst, als es der Einzelne mitunter wahrhaben will. Wer besitzt hier wen? Der Mensch das Gerät oder ist es nicht bereits umgekehrt?

Wer glaubt, noch zur ersten Gruppe zu gehören, kann sich ja selbst überprüfen. Schafft er oder sie es, in seiner Freizeit eine halbe Stunde „am Stück“ offline zu sein, ohne das Handy in die Hand zu nehmen, Mails zu checken, Nachrichten von Freunden zu lesen?

Wie riskant es ist, wenn das Smartphone mit der Hand verwachsen zu sein scheint, macht die Zahl von Fahrradunfällen deutlich, die auf Ablenkung zurückzuführen sind. Das Handy ist sicher nicht die einzige Ursache. Aber eine Rolle bei den möglichen Unfallursachen spielt es schon. Das gilt auch für so manchen Verkehrsunfall mit dem Auto.

Ob höhere Bußgelder zu Verhaltensänderungen führen? Eigentlich sollte einem die eigene und die Unversehrtheit der anderen Verkehrsteilnehmer doch auch so genug wert sein. Also: Auf dem Fahrradsattel ist das Handy tief in der Hosentasche gut aufgehoben. Und während der Autofahrt im Handschuhfach. Mit Sicherheit bis zum Ziel.


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