Bedarf an der Kolpingstraße Stadt Lingen sucht weitere ehrenamtliche Spielplatzpaten

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Lingen. Die Stadt Lingen sucht dringend nach Spielplatzpaten. Zumindest für den Spielplatz an der Kolpingstraße scheint sie jetzt jemanden gefunden zu haben.

„112 Spielplätze gibt es in der Stadt Lingen. Doch nur 23 haben einen ehrenamtlichen Spielplatzpaten.“ Dies hat Silke Hüter vom Fachbereich Spielräume der Stadt Lingen jetzt im gleichnamigen Beirat mitgeteilt. Die Verwaltungsmitarbeiterin würde sich freuen, wenn es sehr viel mehr würden. „Spielplatzpaten geben dem Spielplatz ein Gesicht und erleichtern die Kommunikation. Wir können schneller reagieren, wenn irgendetwas ist“, wirbt Hüter um weitere Ehrenamtliche.

Barenkamp: Spielplatz Kolpingstraße ist „nur noch peinlich“

Den 24. Lingener Spielplatzpaten hat Hüter mit Jürgen Barenkamp an der Angel. Im Beirat Spielräume kritisierte der 62-jährige Rentner in der Einwohnerfragestunde den Zustand des Spielplatzes an der Kolpingstraße. „Dieser Spielplatz ist nur noch peinlich. Zwei Geräte, ein Dreiecksturm und eine Wippe wurden jüngst demontiert“, sagt Barenkamp. Doch dies hätte seiner Ansicht nach schon vor zwei Jahren erfolgen müssen. „Die waren da schon marode. Sobald etwas gefährlich ist, muss es sofort demontiert werden.“ Zu den wöchentlichen Sichtkontrollen und der jährlichen Hauptinspektion der Lingener Spielplätze durch zertifizierte Prüfer der Firma Reholand hat Barenkamp wenig Vertrauen. Der 62-Jährige kritisiert aber nicht nur, sondern bietet spontan an, sich als Spielplatzpate zur Verfügung zu stellen.

Die besten Tage schon lange hinter sich

„Damit habe ich kein Problem“, sagt Barenkamp bei einem Ortstermin in der Kolpingstraße im Gespräch mit unserer Redaktion. „Derzeit rede ich mit den Anwohnern, die Kinder haben, darüber, was sie sich für den Spielplatz wünschen.“ Dies werde er Hüter spätestens im November vorstellen. Der Spielplatz an der Kolpingstraße müsse erneuert werden. Dies bestätigt der Eindruck vor Ort: An der verbliebenen Schaukel glänzen nur noch die erneuerten Ketten. Die Hölzer, an denen diese hängen, sind zwar noch stabil, haben aber ihre besten Tage schon lange hinter sich. Das gilt auch für die Turnstangen, die einsam vor der Sandspielfläche stehen.Weitere Spielgeräte gibt es dort nicht mehr.

Große Sandfläche und drei oder vier Geräte

„Eine große Sandfläche und drei oder vier Geräte sollten neu kommen“, meint Barenkamp. Es müsse garnicht so viel sein, um den Spielwert des Platzes für die Kinder deutlich zu steigern. In der Kolpingstraße verjünge sich die Nachbarschaft derzeit. „Der Bedarf für einen schönen Spielplatz ist da“, erklärt Barenkamp. Sorgen bereitet ihm der Haushaltansatz für Investitionen in Spielplätze, der 2018 von 104.000 Euro in 2017 auf 52.000 Euro sinken soll. „Es wird viel Geld in Prestigeobjekte gesteckt und die kleinen Spielplätze verloddern“, meint Barenkamp. Doch die Hoffnung für den Spielplatz an der Kolpingstraße gibt der 62-Jährige nicht auf: „Wenn das Geld 2018 nicht reicht, muss die Stadt etwas aus ihrer Rücklage für den Spielplatz nehmen.“


Aufgaben der Spielplatzpaten:

Spielplatzpaten sind Ansprechpartner für die Kinder, führen neu zugezogene Kinder in die Spielplatzgemeinschaft ein, organisieren Spielplatzfeste, beteiligen Nachbarn, halten mit den Kindern den Spielplatz sauber, melden Schäden und kommunizieren mit allen Beteiligten, um die Ordnung auf dem Spielplatz zu erhalten. Dabei sind die Spielplatzpaten entsprechend ihren eigenen Möglichkeiten frei in der Ausgestaltung der Patenschaft. Für kleinere Aufwendungen erhalten sie eine Unterstützung von 50 Euro jährlich. Zuschüsse für Spielplatzfeste werden im Einzelfall gewährt. Das Sachgebiet Spielräume der Stadt Lingen betreut die Paten. Interessenten für eine Spielplatzpatenschaft können sich bei Silke Hüter vom Fachbereich Spielräume der Stadt Lingen unter Tel. 0591/9144-574 oder per E-Mail an s.hueter@lingen.de melden.

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