Ausstellung bis Freitag Luthergarten in der Johanneskirchengemeinde in Lingen eröffnet

Von Johannes Franke

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Lingen. Landessuperintendent Detlef Klahr hat in der Johanneskirchengemeinde in Lingen mit Pastor Philipp Wollek sowie den Initiatoren und vielen Besuchern die Ausstellung über den Reformator im Luthergarten eröffnet.

Im schwarz verhängten Eingangsbereich des Gemeindeshauses empfängt Donnergrollen die Ausstellungsbesucher des Luthergartens. Ein Gewitter habe Martin Luther mit dazu bewogen, ins Kloster zu gehen, „bahnbrechende Erkenntnisse für unsere Kirche zu finden und sich den Menschen zuzuwenden“, erklärt Pastor Wollek. Mit der Reformation habe Luther den Menschen vermittelt, dass ihnen Bildung, Freiheit und Glauben unkäuflich zustehe, „denn Gott schenkt dir das“.

Schulen haben mitgewirkt

Der Schritt von der Dunkelheit ins Licht der Ausstellung zeigt den Besuchern, wie kreativ Luthers Gedanken und Wirken umgesetzt wurden. Lesen, Anfassen und interaktives Begreifen an den einzelnen Stationen führen zu reformatorischen Erkenntnissen. Ihre Gedanken und Vorstellungen haben Lingener Schulen wie das Gymnasium Georgianum, das Franziskusgymnasium, die Berufsbildenden Schulen sowie die Friedensschule vielfältig umgesetzt. Die Marienschule hat Luthers „Bildungsimpulse“ thematisiert und weist damit über die Zeit hinaus. Das Marianum aus Meppen hat in Zusammenarbeit mit dem Forum Juden-Christen die Verfassung der evangelischen Landeskirche thematisiert und weist auf eine besondere Verbindung zwischen Christen und Juden hin. Kinder der Mosaikschule des Christophoruswerkes haben mit ihrem Beitrag „Martin – und die Sache mit dem Verstehen“ nicht nur das Interesse des Landessuperintendenten geweckt.

Ökumene veranschaulichen

Alle Stationen werden aufmerksam betrachtet, und Klahr, der mit der Gemeinde auch einen Gottesdienst feierte, ist ebenso wie die Besucher voll des Lobes für die vielfältigen Ideen. Das von der katholischen Nachbargemeinde St. Josef figürlich dargestellte Bibelthema lässt nicht nur ihn schmunzeln und erweckt Zustimmung, als Klahr die Figuren des katholischen und evangelischen Geistlichen näher zusammenrückt und damit die Ökumene veranschaulicht.

Über 500 Jahre Reformation nachdenken

Alltagsfragen mit entsprechenden Antworten hat die Kindertagesstätte Arche Noah aus der Johanneskirche thematisiert und den Leitgedanken „Gott liebt dich, er stellt keine Bedingungen“ veranschaulicht. Die Frauengruppe „Mau“ und die „Jokili-Gruppen“ animieren mit dem Gedächtnistraining „Spickzettel im Kopf“ zum Mitmachen und über 500 Jahre Reformation nachzudenken. Einige Luthersprüche und Gedichte aus seinen „Tischreden“ werden auch heute noch mit einem gewissen Beigeschmack zitiert.

Bis Freitag geöffnet

Das Lutherbrot schmeckt dem Gast aus Emden vorzüglich und auch vom Apfelbäumchen kostet er. „Wir Christinnen und Christen sollten heute anderen Religionen gegenüber tolerant sein“, schrieb der Superintendent ins Gästebuch und wünschte „der Ausstellung viel Erfolg“, die bis Freitag, 29. September, täglich zu besichtigen ist.

Beim anschließenden Gemeindefest suchte der Landessuperintendent das Gespräch.

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