Von Bundesergebnis enttäuscht Linguari fordert Fehleranalyse bei den Linken

Der 55-jährige Roberto Linguari aus Schüttorf trat für die Linken im Wahlkreis 31 Mittelems bei der Bundestagswahl 2017 als Direktkandidat an. Foto: Wilfried RoggendorfDer 55-jährige Roberto Linguari aus Schüttorf trat für die Linken im Wahlkreis 31 Mittelems bei der Bundestagswahl 2017 als Direktkandidat an. Foto: Wilfried Roggendorf

Schüttorf. Roberto Linguari aus Schüttorf, Direktkandidat der Linken im Wahlkreis Mittelems, hat sich enttäuscht über das Abschneiden der Linken bei der Bundestagswahl gezeigt, die mit knapp neun Prozent etwa das gleiche Ergebnis wie 2013 eingefahren haben.

„Ich bin konsterniert, das wir nicht mehr Stimmen erhalten haben und die AfD so stark geworden ist“, sagte der 55-Jährige unserer Redaktion und fügte hinzu. „Ich kann es mir nicht erklären, dass rund 400.000 Stimmen von den Linken zur AfD gewandert sind.“ Viele Menschen seien unzufrieden mit der Bundesregierung, meinte er. Da die Linken in ihrem Wahlprogramm die soziale Sicherheit und die soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund gestellt hätten, habe er mit viel mehr Stimmen gerechnet. „Offenbar haben viele Wahlberechtigte unser Wahlprogramm nicht gelesen, vielleicht auch deshalb, weil es zu schwierig formuliert ist“, mutmaßte der 55-Jährige. Jetzt müsse es eine Analyse geben, was die Partei falsch gemacht habe.

Mit dem Abschneiden der Linken im Wahlkreis Mittelems zeigte er sich zufrieden. Dort erreichte die Partei rund 4,5 Prozent bei den Zweitstimmen und 3,81 Prozent bei den Erststimmen. „Diese Ergebnisse sind in dem CDU-dominierten Wahlkreis gar nicht so schlecht.“ Erfreut zeigte er sich über sein Erststimmenergebnis von fünf Prozent in seiner Heimatstadt Schüttorf. Linguari kündigte an, sich weiter mit ganzem Einsatz für die Linken engagieren zu wollen.


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