Wahlbüros ansprechen Auch am Sonntag ist Briefwahl noch möglich

Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen (links) und Michael Greve vom Wahlbüro der Stadt Lingen präsentieren Muster des Stimmzettels zur Bundestagswahl 2017. Foto: Wilfried RoggendorfLingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen (links) und Michael Greve vom Wahlbüro der Stadt Lingen präsentieren Muster des Stimmzettels zur Bundestagswahl 2017. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Was müssen die Wähler bei der Bundestagswahl beachten? Und was tun, wenn ein Wahlberechtigter am Sonntag plötzlich erkrankt?

Antworten auf diese Fragen geben beispielhaft Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen und Michael Greve vom Wahlbüro der Stadt. Dabei sind diese Dinge bundeseinheitlich geregelt und gelten für alle Kommunen entsprechend. „Wählen kann ich in dem Wahllokal, das auf der Wahlbenachrichtungskarte angegeben ist“, sagt Greve. Diese Karte und ein Ausweis sollten zur Wahl mitgebracht werden. „Aber bitte die weiße Wahlbenachrichtigungskarte“ ergänzt Altmeppen mit Hinweis darauf, dass auch die gelben Karten für die Landtagswahl am 15. Oktober schon verschickt sind. Wer seine Wahlbenachrichtigung verloren oder zuhause vergessen hat, kann trotzdem wählen. „Hauptsache ist, derjenige ist im richtigen Wahllokal und kann sich ausweisen“, sagt Greve.

Telefonisch geht garnichts

Wer am Wahltag plötzlich erkrankt, hat immer noch die Möglichkeit der Briefwahl. „Bis 15 Uhr können noch Briefwahlunterlagen beantragt werden“, erläutert Greve. Dazu müsse eine schriftliche Vollmacht für denjenigen ausgestellt werden, der die Briefwahlunterlagen dann im Wahlbüro abholen kann. „Telefonisch geht da garnichts. Am besten nutzt der Wähler dafür die vorgedruckte Vollmacht auf der Wahlbenachrichtigungskarte“, rät Greve. Jeder Bevollmächtigte dürfe Briefwahlunterlagen für maximal vier Wähler in Empfang nehmen und müsse sich im Wahlbüro, das von 8 bis 18 Uhr geöffnet sei, ausweisen können.

Alle Briefwahlunterlagen müssen nach Meppen

Doch wie kommt der Wahlbrief dann bis 18 Uhr in die Urne? „Bis Sonntag, 15 Uhr, können ausgefüllte Briefwahlunterlagen noch im Wahlbüro abgegeben werden“, sagt Greve. Von dort würde die Kommune sie zu den Briefwahlvorständen in das Kreishaus nach Meppen bringen. Dort würden alle Stimmen der Briefwähler ausgezählt. Wer es nicht schaffe, seine Briefwahlunterlagen bis 15 Uhr wieder im Wahlbüro abzugeben, müsse selber dafür sorgen, dass diese bis 18 Uhr im emsländischen Kreishaus, Ordeniederung 1 in Meppen, abgegeben würden. Dies gelte ausdrücklich auch für Briefwähler aus der Gemeinde Wietmarschen. Für Altmeppen und Greve ist es das Wichtigste, dass die Wähler ihr Wahlrecht auch wahrnehmen. „In Lingen haben dies bislang schon 6500 Briefwähler getan“, sagt Greve.

Wahlhelfer für Landtagswahl gesucht

Der Mitarbeiter des Lingener Wahlbüros blickt über den Sonntag hinaus schon drei Wochen weiter. „Dann ist am 15. Oktober Landtagswahl für die wir noch einige Wahlhelfer suchen“, erklärt Greve. Freiwillige könnten sich im Wahlbüro unter Tel. 0591/9144-720 melden. Leider könne die Stadt für die Landtagswahl noch keine Briefwahlunterlagen herausgeben, sagt Greve. Dies liege daran, dass erst vor wenigen Tagen über die Zulassung der Parteien und Bewerber entschieden worden sei. „Deshalb sind die Stimmzettel der Landtagswahl noch nicht gedruckt“, sagt Greve. Er rechne damit, dass diese bis Ende der Woche nach dem Bundestagswahlsonntag bei der Stadt Lingen vorliegen würden.


Die Wahlbüros

Emsbüren: Bürgerzentrale im Rathaus, Markt 18, Tel. 05903/9305-0; Freren: Rathaus, Markt 1, Tel. 05902/950-110; Lengerich: Rathaus, Mittelstraße 15, Tel. 05904/9328-32; Lingen: Bürgerbüro, Neue Straße 5, Tel. 0591/9144-720; Salzbergen: Rathaus, Franz-Schratz-Straße 12, Tel. 05976/9479-0; Spelle: Rathaus, Hauptstraße 43, Tel. 05977/937-200; Wietmarschen: Rathaus in Lohne, Hauptstraße 62, Tel. 05908/9399-43.

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