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15.09.2017, 17:15 Uhr STRAßENSANIERUNG LINGEN

Koops Äußerungen unter der Gürtellinie

Ein Kommentar von Thomas Pertz


BN-Fraktionsvorsitzender Robert Koop. Foto: Wilfried RoggendorfBN-Fraktionsvorsitzender Robert Koop. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. An der Sache vorbei gingen die Äußerungen des Fraktionschefs der Bürgernahen, Robert Koop, im Lingener Planungs- und Bauausschuss. Ein Kommentar.

Das war ein Schlag unter der Gürtellinie, den Robert Koop da gegen den CDU-Fraktionsvorsitzenden Uwe Hilling gesetzt hat. Seine Frage, ob der Ausbau des Langschmidtswegs in Lingen-Reuschberge die Anlieger womöglich nur deshalb nichts kostet, weil dort „ein Fraktionsvorsitzender“ wohnt, war eine durchaus boshafte Unterstellung des BN-Chefs im Rat.

Abgesehen davon, dass sich die Adresse von CDU-Ratsherr Hilling nicht am Langschmidtsweg befindet, sondern in einer Seitenstraße Reuschberges, gehen Koops Äußerungen an der Sache vorbei. Wie und in welchem Umfang die Gesetze zur Abrechnung von Straßenbaumaßnahmen und Anliegerbeiträgen auf das konkrete Sanierungsvorhaben anzuwenden sind, bedarf von Straße zu Straße eingehender Voruntersuchungen. Das ist am Langschmidtsweg und an der Kolkstraße seitens der Verwaltung und ihrer Fachabteilungen wie dem Tiefbauamt geschehen. Am Ende soll ein Ergebnis herauskommen, das die Infrastruktur erhält, die Anwohner aber nicht über Gebühr belastet – ein bürgernahes Vorgehen.

Schade, dass Koop in der Sitzung die vorhandene Zeit nicht genutzt hat, um seine Mutmaßungen zurückzunehmen. Was er „süffisante Fragen“ nennt, empfinden Betroffene als ehrabschneidend. Dem politischen Klima im Rat hat der BN-Fraktionsvorsitzende damit geschadet. Nicht zum ersten Mal.


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