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08.09.2017, 19:00 Uhr WEITERE ANGEBOTE IN LINGEN

Nicht alles ist bestens in der Pflege

Kommentar von Thomas Pertz

Der große Aufenthaltsraum der Tagespflege des DRK in Lingen. Das Konzept stellten Fachbereichsleiter Franz Stüwe und die Leiterin Sabine de Haas vor. Foto: Thomas PertzDer große Aufenthaltsraum der Tagespflege des DRK in Lingen. Das Konzept stellten Fachbereichsleiter Franz Stüwe und die Leiterin Sabine de Haas vor. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Mehr Tagespflegeplätze stehen der Stadt Lingen gut zu Gesicht. Gleichwohl ist in der Pflege noch nicht alles bestens - ein Kommentar.

Man muss kein Prophet sein, um davon auszugehen, dass das Angebot des DRK am Herrenkamp in Lingen auf eine starke Nachfrage stoßen wird. Die Vorteile der Tagespflege sind für alle Beteiligten offensichtlich. Der zu Pflegende kehrt abends in seine vertrauten vier Wände zurück, während die Angehörigen den Tag über etwas anderes tun können. Oder auch einfach mal nichts. Das tut ebenfalls gut, denn Pflege ist nicht nur eine physische Herausforderung, sondern auch eine psychische.

Mehr Tagespflegeplätze stehen der Stadt deshalb gut zu Gesicht. Auch in den umliegenden Kommunen gibt es eine ähnliche Entwicklung. So ist in Spelle zum Beispiel neben der Sanierung des St.-Johannes-Stifts ein Neubau für drei ambulante betreute Wohngemeinschaften geplant und eine Tagespflege mit 15 Plätzen.

Also alles bestens in der Pflege? Nein. Die Veränderungen in den ambulanten und stationären Einrichtungen bedeuten für die Fachkräfte neue Herausforderungen. Die wachsenden Belastungen spiegeln sich aber nicht in ihren Gehältern wider.


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