Lingen und Freren Freibadsaison 2017 endet: Weniger Besucher, konstante Einnahmen

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Zwischen Mai und Ende August verbuchte das Linus 23.000 Freibadbesucher. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 33.789 Besucher. Foto: Matthias BeckerZwischen Mai und Ende August verbuchte das Linus 23.000 Freibadbesucher. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 33.789 Besucher. Foto: Matthias Becker

Lingen. Die Freibadsaison im südlichen Emsland ist in diesem Jahr ins Wasser gefallen. Das Waldfreibad Freren verzeichnete die schlechteste Besucherzahl der vergangenen drei Jahre und auch ins Linus nach Lingen kamen rund 10.000 Besucher weniger als noch 2016.

Klaus Schröder sitzt in seinem Büro. Vor dem Mitarbeiter der Samtgemeinde Freren liegen Unterlagen. Blätter, die Statistiken enthalten – Zahlen über Zahlen. 37.000 Euro hat das Freibad in dieser Saison eingenommen. Von den Einnahmen her, sagt Schröder, war die Saison genauso gut wie im Vorjahr. (Weiterlesen: Freibäder zwischen Erfolg und Verlust) Die Einnahmen liegen im grünen Bereich. Die Besucherzahlen dagegen nicht: 21.500 Gäste haben laut Schröder in diesem Sommer das Freibad aufgesucht, 7000 Gäste weniger als noch ein Jahr zuvor. Weniger Gäste, dafür konstante Einnahmen? Das hat einen Grund, erklärt Schröder: Im Mai herrschten dank des Hochdruckgebiets „Walrita“ in der Region hochsommerliche Temperaturen und die Kassierer in Freren kamen ins Schwitzen. Eine Jahreskarte nach der nächsten wurde verkauft. (Weiterlesen: Wieder Wetterpaten für Hochs und Tiefs gesucht)

Jahreskarte vs. Ferienkarte

Eine Jahreskarte in Freren gilt vier Monate. Im benachbarten Lingen, im Freibad vom Linus, heißt das Angebot Ferienkarte. Diese gilt sechs Wochen, in diesem Jahr vom 22. Juni bis 2. August. Die Ferienkarte wurde aber nicht so gut angenommen: Während der heißen Maitage saßen die Schüler noch in der Schule. Allein im Mai besuchten 6739 Besucher das Freibad, ein Jahr zuvor waren es im Wonnemonat lediglich 931, sagt Ulrike Wellen, Sprecherin der Stadtwerke in Lingen.

Als dann im Juni endlich Ferienbeginn war, meinte es Wettergott Petrus mit den Emsländern nicht gut. Der Monat fiel vom Wetter her ins Wasser. Zwischen Mai und Ende August verbuchte das Linus 23.000 Freibadbesucher, erläutert Ulrike Wellen. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 33.789 Besucher. Zwar profitierte das Linus von den Freizeitbadbesuchern, die Hallenbad und Freibad nutzen können, an die positive Besucherzahl vom Vorjahr kam das Linus aber nicht ran.

Hoch „Karl“ rettete 2016 die Saison

Der Besucherandrang 2016 war dem heißen September zu verdanken. Mit Hoch „Karl“ hatte damals in Lingen niemand mehr gerechnet, und doch kam er Anfang September ins Emsland. Die Temperaturen kletterten nach oben, die 30-Grad-Marke wurde geknackt und das Ergebnis der Besucherzahlen über den Haufen geworfen. Innerhalb weniger Tage kamen 8000 Besucher ins Freibad des Linus‘, erinnert sich Ulrike Wellen. (Weiterlesen: Ein Hoch auf den September: Hitzefrei und Freibadfreude)

Die Hoffnung, dass der September ähnlich heiß wird, hatte Wellen auch dieses Jahr. Dann wäre die Badesaison verlängert worden. Nun ist am 17. September offiziell der letzte Badetag im Freibad. In Freren werden die Türen zum Freibad schon an diesem Dienstag, 12. September, geschlossen. Eine Verlängerung ist nicht möglich, sagt Klaus Schröder: Die Technik aus dem Freibad wird für das Hallenbad benötigt. Dort beginnen die Kinderschwimmkurse und ab dem 19. September der öffentliche Badebetrieb.


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