Soziokulturelles Projekt Flüchtlingsschiff macht auch in Lingen Station

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Mit Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt läuft am Montag, 21, August das Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ im Alten Hafen Lingen ein. Foto: Sebi BerensMit Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt läuft am Montag, 21, August das Flüchtlingsschiff „Al-hadj Djumaa“ im Alten Hafen Lingen ein. Foto: Sebi Berens

Lingen. Das sozial-kulturelle Schiffsprojekt „Mit Sicherheit gut ankommen“ macht am 21. August auch in Lingen Station und geht im Alten Hafen vor Anker.

Das Projekt setzt sich auf besondere Weise mit den Themen Flucht und Migration auseinander. Unter dem Motto „Mit Sicherheit gut ankommen“ fahren 80 Kupferfiguren des dänischen Künstlers Jens Galschiøt, auf zwei Schiffen entlang der deutschen Nordseeküste und kreuz und quer auf deutschen Binnenwasserstraßen von Bremen bis nach Berlin. „Jede, dieser lebensgroßen Figuren trägt individuelle Gesichtszüge. Sie stellen Männer, Frauen und Kinder aus allen Kontinenten dar.“ sagt Galschiøt in einem Interview. „Sie alle sind auf der Flucht und sehen schweigend einer ungewissen Zukunft entgegen.“

65-tägige Reise

Auf der 65-tägigen Reise werden insgesamt 25 Städte angelaufen, an 22 Stationen finden Aktionen statt. Initiiert und organisiert wird das Projekt von Outlaw.die Stiftung. Mit dabei sind mehr als 120 Kooperationspartner aus sieben Bundesländern, aber auch aus den Niederlanden und Dänemark. Die Figuren und die Besatzung des Schiffes „Al-hadj Djumaa“ werden am 21. August im Alten Hafen von Lingens Erstem Bürgermeister Heinz Tellmann begrüßt. Dieses Schiff kam im Sommer 2013 von Nordafrika nach Lampedusa. An Bord waren damals mehr als 280 Menschen aus Eritrea und Äthiopien. In Lingen wird die Ankunft der „Al-hadj Djumaa“ gegen 19 Uhr erwartet. Bereits am darauffolgenden Tag fährt das Schiff in Richtung Münster weiter.

Mit Bürgern und Touristen ins Gespräch kommen

„Mit Sicherheit gut ankommen“ will aufrütteln und mit Bürgern, aber auch mit Touristen, die die Stadt Lingen besuchen, ins Gespräch kommen. Dabei stehen die Fragen im Mittelpunkt: Wie organisiert unsere Gesellschaft das Ankommen der Menschen in unserem Land? Wie bringt sich jeder einzelne von uns bei dieser wichtigen Aufgabe ein? Neben dem Schiff und den Skulpturen gehen auch weitere Ausstellungsgegenstände und zahlreiche Informationen rund um die Situation der geflüchteten Menschen mit auf der Reise.


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