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12.08.2017, 07:12 Uhr BAUVORHABEN IN LINGEN

Nachverdichtung ist sinnvoll

Ein Kommentar von Thomas Pertz


In Lingen sind in den nächsten Monaten weitere Wohnbauprojekte geplant. Symbolfoto: ColourboxIn Lingen sind in den nächsten Monaten weitere Wohnbauprojekte geplant. Symbolfoto: Colourbox

Lingen. Das geplante Bauvorhaben an der Kiesbergstraße in Lingen mag nicht jedem gefallen. Sinnvoll ist das Vorhaben gleichwohl, meint der Kommentator.

Dass die CDU Probleme mit dem geplanten Mehrfamilienhaus an der Kiesbergstraße hat, ist verwunderlich. Denn was dort stattfindet, ist nichts anderes als Nachverdichtung: die Bebauung noch freier Grundstücke innerhalb einer Wohnsiedlung nämlich oder, wie an der Kiesbergstraße, die Umwandlung von Gewerbeflächen in neue Wohngebiete.

Eine solche Vorgehensweise ist sinnvoll, um den zunehmenden Flächenverbrauch einzudämmen und zugleich neue Wohnungen bauen zu können. Sie wurde in Lingen schon an verschiedenen Stellen umgesetzt. Darüber besteht auch Einigkeit zwischen den Ratsfraktionen. Wichtig ist natürlich, dass die Maßstäblichkeit des jeweiligen Bauvorhabens beachtet wird. Was maßstäblich ist oder nicht, lässt allerdings viel Interpretationsspielraum zu. Hier darf die Politik in Lingen aber ruhig auf die Fachkenntnis und das Fingerspitzengefühl von Stadtbaurat Schreinemacher vertrauen.

Die Lingener CDU führt viele gute Gründe an, wenn sie sich für eine weitere, behutsame Wohnbauentwicklung in den Ortsteilen einsetzt. Der Flächenverbrauch dort ist aber nur dann akzeptabel, wenn gleichzeitig auch Bauvorhaben, wie die an der Kiesbergstraße, möglich bleiben. Dies mag nicht jedem Nachbarn dort gefallen. Aber wer in der Stadt wohnt, kann nicht davon ausgehen, dass er aus dem Fenster stets auf unverbautes Land schaut.


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