„Weinlaube“ wieder gelungen „Wohl bekomm’s“ auf dem schönsten Platz in Lingen

Von Johannes Franke

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Lingen. Kulinarisches mit Kulturellem in geselliger Atmosphäre auf dem Universitätsplatz miteinander zu verbinden, ist auch der diesjährigen „Lingener Weinlaube“ wieder vortrefflich gelungen.

Unter den alten Bäumen, eingerahmt vom Professorenhaus, der ehemaligen Lateinschule und der Kreuzkirche bot die Weinlaube für mehr als 1700 Besucher am Freitag- und Samstagabend gemütliche und entspannende Stunden rund um die Themen „Wein, Leib und Gesang.“

„Wir sind hier, weil es für uns das geselligste und unterhaltsamste Fest in Lingen ist“, freut sich Lara auf den schönen Abend und prostet ihren Freundinnen mit dem „leckeren Wein“ auf dem „schönsten Platz in Lingen“ zu. So wie die sechs jungen Damen sehen es wohl auch die zahlreichen Besucher jeglichen Alters, die nach und nach den Platz füllen. Bereits zum 18. Mal gelingt es den Veranstaltern, die Gäste der Weinlaube mit immer wieder neuen musikalischen Klängen zu überraschen.

Afrikanische Lebensfreude

Getreu ihrem Motto: „An Ihrem Fest bin ich für Sie da“, gestalten „Joe Kiki & Friends“ am Freitagabend das Musikprogramm und ziehen die Besucher von nah und fern immer mehr in ihren Bann. Der Musiker aus Togo will als „Weltbürger“ mit seiner Musik die Menschen verzaubern und verbinden. Das gelingt der Band ausgezeichnet mit ihrem internationalen Song-Repertoire zwischen Reggae, Blues, Folk. Mit kräftiger Stimme vermittelt er afrikanische Lebensfreude, interpretiert französische Chansons, amerikanische Songs, deutsche Schlager sowie humorvolle Kinderlieder. Er vermittelt damit Frohsinn, Heiterkeit und verwandelt die Tageshektik in Urlaubsstimmung.

„Wenn ich Freude und Anregung, Entspannung und Begeisterung hervorrufen konnte, die Menschen noch um Mitternacht vor der Bühne tanzen, dann bin ich sehr glücklich“, freut sich der gut gelaunte Musiker. Den „Griechischen Wein“ schenkt er natürlich mit seiner Gitarre und der perkussiven Begleitung auch ein und erntet hierfür, wie für alle Lieder, die unaufdringlich den harmonischen Abend begleiten, kräftigen Beifall.

Schatztruhe deutscher Evergreens

Einen wahren Griff in die Schatztruhe der deutschen Evergreens taten fünf Herren und eine Dame, das „Schellack-Sextett“. Die exzellenten Musiker aus der Grafschaft Bentheim ließen nicht nur mit dem „weißen Flieder“ die 1920er bis 50er Jahre wieder aufblühen, sondern sorgten mit „Oh Donna Clara“, „Salome“ oder dem „kleinen, grünen Kaktus“ für Heiterkeit. Sie eroberten die Herzen der Gäste am Samstagabend im Nuh. Petrus verwässerte abends den Wein nicht, sodass analog zu „Wien und der Wein“ die Lingener Weinlaube ein „Wochenend‘ und Sonnenschein“ mit tollen Melodien und gehaltvollen Arrangements wurde.

Satter Big Band-Sound

Mit der Big Band „Berrytones“ standen erstmalig über 20 (semi-) professionelle Musiker auf einer emsländischen Bühne. Unter der Leitung von Andrew Berryman, einem international hochgeschätzten britischen Dirigenten und Posaunisten, unterhielten die Blechbläser mit ihrem satten Big Band-Sound die Besucher auf dem dunkler werdenden, randvollen Universitätsplatz. Im Fokus standen dabei Titel aus den Bereichen Blues, Swing, Rock, Jazz-Funk, und Latin-Jazz. Ein Vergnügen, die verschiedenen Stilrichtungen, den akustischen Klängen und Rhythmen der Big Band und ihrer Solisten zu lauschen und bekannte Kompositionen, unter anderem von Duke Ellington, Count Basie, Glenn Miller, George Gershwin mitzuerleben und zu genießen. Mit dabei die Nordhorner Soul-Sängerin Chanaja Schulz. Zwei harmonisch reizvolle Abende mit unvergesslichen musikalischen Momenten, einem stimmigen Rahmenprogramm, wo jedoch an der kulinarischen Stellschraube noch gedreht werden kann, bleiben den Veranstaltern und zahlreichen Besuchern sicher in guter Erinnerung. Fazit: „Das gibt’s nicht nur einmal, das kommt nächstes Jahr wieder.“

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