Seit 1994 Seniorenbeirat im Emsland betreibt Lobbyarbeit für ältere Generation

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Die Arbeit des Seniorenbeirates stellten (von links) Richard Peters, Heinz Niehaus, Klara Ewert, Theo Weggert und Kerstin Knoll vor. Foto: Heinz KrüsselDie Arbeit des Seniorenbeirates stellten (von links) Richard Peters, Heinz Niehaus, Klara Ewert, Theo Weggert und Kerstin Knoll vor. Foto: Heinz Krüssel

Meppen. Seit 1994 vertritt der Beirat für Seniorinnen und Senioren im Emsland die Interessen der älteren Bürger gegenüber Politik und Verwaltung im Landkreis. Damit haben die Verantwortlichen schon frühzeitig die Bedeutung der Seniorenarbeit erkannt.

Aufgabe des Beirates ist es, Kreistag, Kreisverwaltung und Öffentlichkeit auf die Interessenlage und die Belange der älteren Menschen aufmerksam zu machen und auf deren Berücksichtigung hinzuweisen. Der Beirat fördert den Erfahrungsaustausch und die Meinungsbildung in sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und sonstigen politischen Angelegenheiten und strebt die Mitwirkung der Kommunen in der Seniorenarbeit an.

Lobbyisten für die ältere Generation

„Wir verstehen uns als Lobbyisten für die ältere Generation und zugleich als Bindeglied zwischen dem Landkreis Emsland und den 19 Städten, Samtgemeinden und Gemeinden im Landkreis“, betonte Vorsitzender Theo Weggert aus Freren in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Heinz Niehaus aus Lathen und Beisitzerin Klara Ewert aus Haselünne vertritt Weggert seit 2012 in der Funktion als Vorsitzender den Seniorenbeirat. Eine wichtige Funktion als Multiplikatoren kommt den aus den Kommunen entsandten örtlichen Seniorinnen und Senioren zu. Sie haben die Aufgabe, relevante Informationen in der Fläche zu verbreiten. Besonders geht es den Verantwortlichen darum, neue Ideen für die Seniorenarbeit in den einzelnen Orten anzustoßen und weitere Angebote zu initiieren. Unterstützt und begleitet wird die Arbeit von Mitarbeitern des Landkreises Emsland.

Generationsübergreifende Gemeinschaftseinrichtungen

Seit 2009 erarbeitet der Beirat in Form von kleineren Arbeitsgruppen Handlungsempfehlungen für den Landkreis Emsland und die zugehörigen Kommunen zu seniorenrelevanten Themen. So widmete man sich in der Vergangenheit Aspekten wie „Wohnen im Alter“, „Mobilität im Alter“, „Pflege“, „Bildung im Alter“, „Gesundheit/Ernährung im Alter“ sowie „Generationspartnerschaft Jung und Alt“. Für 2017 steht insbesondere das Themen „Mehrgenerationenprojekte“ im Programm. Positiv bewertet wurde in diesem Zusammenhang die Bereitschaft des Landkreises, generationsübergreifende Gemeinschaftseinrichtungen zu fördern. Weitere Themen sind zum Beispiel „Lebensräume für Menschen mit Demenz“ sowie „Sucht und Depressionen im Alter“. Für 2018 sind unter anderem Veranstaltungen zur Pflegeversicherung und zur Einstufung in die Pflegegrade sowie zum „Elternunterhalt“ vorgesehen, stellte Kerstin Knoll vom Seniorenstützpunkt des Landkreises Emsland die Planungen vor. Auch wolle man Überlegungen diskutieren, wie das vielseitige Spektrum der Seniorenarbeit ehrenamtlich geleistet werden kann. Hier stelle sich die Frage, ob es noch genügend Freiwillige für die Seniorenarbeit gibt und wie man Interessenten gewinnen kann.

Für Zukunft gut aufgestellt

Die Seniorenarbeit gewinnt nach Darstellung von Richard Peters, Leiter des Fachbereichs Soziales beim Landkreis Emsland, angesichts der demografischen Entwicklung zunehmende Bedeutung. Bis 2025 werde nach Studien die Zahl der über 80-jährigen um rund 43 Prozent ansteigen. Mit dem Leitsystem Demografie, zu dem unter anderem auch der Pflegestützpunkt, der Ehrenamtsservice und das Demenz-Servicezentrum gehören, sei der Landkreis Emsland für die Zukunft sehr gut aufgestellt.


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