Bürgerbeteiligung als Schwerpunkt Lingener Michael Fuest ist Landtagskandidat der Grünen

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Die Sprecher der Ortsverbände Lingen und Schüttorf der Grünen wünschen Michael Fuest (Mitte) einen erfolgreichen Wahlkampf zur Landtagswahl im Januar 2018: (von links) Timo Kreusch-Vartmann, Annette Brück-Neufeld, Claudia Middelberg und Peter Blauert. Foto: GrüneDie Sprecher der Ortsverbände Lingen und Schüttorf der Grünen wünschen Michael Fuest (Mitte) einen erfolgreichen Wahlkampf zur Landtagswahl im Januar 2018: (von links) Timo Kreusch-Vartmann, Annette Brück-Neufeld, Claudia Middelberg und Peter Blauert. Foto: Grüne

Lingen. Der Lingener Michael Fuest tritt bei der Landtagswahl 2018 für die Grünen an. Dies hat die Partei mitgeteilt.

Das Wahlkampfmotto „Zukunft wird aus Mut gemacht!“ beschreibt laut Fuest die Politik in der laufenden Legislaturperiode: „In der Koalition mit der SPD haben wir viele unserer Ziele verwirklicht.“ Insbesondere seien hier die Abschaffung der Studiengebühren und das Nein zum Fracking zu nennen. Sozialer Wohnraum, studentisches Wohnen und energetische Sanierung von Altbauten würden mit mehr als 450 Millionen Euro gefördert. Die Personalausstattung der Kindertagesstätten sei verbessert worden. Für die Krippengruppen werde eine Drittkraft vom Land finanziert, und auch in den Gruppen für die Drei- bis Sechsjährigen werde mit 60 Millionen Euro pro Jahr die Beschäftigung von zusätzlichen Fachkräften ermöglicht.

Politische Bildung für ein demokratisches Europa

Nachdem Schwarz-Gelb die Landeszentrale für politische Bildung abgeschafft habe, gebe es sie nun endlich auch wieder in Niedersachsen. „Wir brauchen politische Bildung für ein demokratisches Europa“, sagte Fuest. „Weitere EU-Austritte und antidemokratische Tendenzen wie in Polen und Ungarn gefährden das friedliche Zusammenleben.“ In der Phase vieler neuer Flüchtlinge hätten Kreise und Kommunen in eine gute organisatorische und finanzielle Unterstützung erfahren. „Die gesellschaftliche und berufliche Integration wird uns aber noch auf Jahre hinaus fordern.“

Respekt der Landwirte erworben

„Unser Landwirtschaftsminister Christian Meier hat mit seiner sanften Agrarwende den Respekt der Landwirte erworben und in vielen Einzelpunkten erfolgreich agiert“, erklärte Fuest. Beispielhaft seien die Förderung der Blühstreifen und der Ringelschwänze zu nennen und die Tatsache, dass jedes zweite Hühnerei aus der Freilandhaltung komme.

„In der Verkehrspolitik hätten wir uns schon ein stärkeres Umsteuern von der Autobahn auf die Schiene gewünscht“, merkte der Sprecher des Ortsverbandes Lingen, Peter Blauert, kritisch an. „Mit dem SPD-Verkehrsminister hatten wir nicht gerade einen Unterstützer gegen den Ausbau der E233.“ Auch im Raumordnungsprogramm hätten die Grünen sich mehr Flächen für Windkraftanlagen gewünscht. Claudia Middelberg, Sprecherin des Ortsverbandes Schüttorf, sieht die Nahversorgung im ländlichen Raum als eine Aufgabe, die in der neuen Legislaturperiode stärkerer Förderung bedürfe.

Seit 1986 in der Kommunalpolitik aktiv

Michael Fuest ist seit 1986 im Emsland und in Lingen in der Kommunalpolitik aktiv, insgesamt elf Jahre im Kreistag und 25 Jahre im Stadtrat. Als Landtagsmitglied wünsche er sich ein schnelleres Ende des Torfabbaues und der Umsetzung des Programms „Niedersächsische Moorlandschaften“ und sähe die weitere Stärkung der Kommunen und die Bürgerbeteiligung als seinen Schwerpunkt an.


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