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Keine Verletzten Feuer beim Acrylhersteller Dralon in Lingen gelöscht

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Beim Acrylfaserhersteller Dralon in Lingen-Darme ist am Dienstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Foto: Felix ReisBeim Acrylfaserhersteller Dralon in Lingen-Darme ist am Dienstagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Foto: Felix Reis 

Lingen. Beim Acrylhersteller Dralon ist am Dienstagmorgen ein Brand ausgebrochen, der von rund 130 Feuerwehrkräften gelöscht wurde. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Messtrupps haben keine Umweltschäden festgestellt.

Bei einer Pressekonferenz gegen 13.30 Uhr am Dienstag ist die Stimmung bei Vertretern der Dralon-Werksfeuerwehr sowie der Ortsfeuerwehren Lingen und Bramsche gelöst. Um 11.55 Uhr hatten sie gemeinsam mit Kameraden der Werksfeuerwehr des Kernkraftwerks Emsland das Feuer, das anderthalb Stunden vorher in der Polymer-Trocknungsanlage des Chemieunternehmens ausgebrochen war, gelöscht. Horst Grabow, Leiter der Werksfeuerwehr, erklärte, dass die automatische Löschanlage sofort ausgelöst habe und dadurch der Schaden sicherlich reduziert worden sei. Ein Schaden, dessen Höhe laut dem Leiter Ingenieurwesen von Dralon, Axel Wimmer, noch nicht feststeht. Derzeit stehe die Produktion, bis untersucht sei, welche Auswirkungen der Brand auf die Maschinen und Anlagen im betroffenen Betriebsteil gehabt hat.

Keine Schadstoffe in der Luft festgestellt

„Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde und niemand vermisst wird“, erklärten Wimmer und Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen übereinstimmend. „Der zur Unterstützung angeforderte ABC-Zug aus Bawinkel hat bei seinen Messungen keine Schadstoffe in der Luft festgestellt“, sagte Altmeppen. Daher sei die vorsorglich ergangene Warnung an die Bevölkerung, Fenster und Türen geschlossen zu halten, gegen 12.25 Uhr wieder aufgehoben worden. Die Untere Wasserbehörde sei ebenfalls vor Ort gewesen und habe sich davon überzeugt, dass das Löschwasser wie vorgesehen aufgefangen wurde und es keine Gefährdung für das Grundwasser geben würde.

Gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte

Ausdrücklich dankte der Erste Stadtrat den Einsatzkräften der Feuerwehren, Rotem Kreuz und Polizei für die gute Zusammenarbeit. Diese bestätigte Daniel Herbers, Sprecher der Ortsfeuerwehr Lingen. „Trupps, die aus Kameraden der Werks- und der Ortsfeuerwehr gemischt zusammengestellt waren, sind unter Atemschutz gemeinsam vorgegangen“, sagte Herbers. Dies sei wegen der Ortskenntnis der Werksfeuerwehrleute von Vorteil bei der Brandbekämpfung gewesen.

Brandursache unklar

Bei Ausbruch des Feuers seien auch die umliegenden Firmen im Lingener Industriepark Süd vorsichtshalber informiert worden, um dort eine eventuelle Gefährdung auszuschließen, sagte Axel Wimmer. Zur Brandursache könne er noch keine Angaben machen, erklärte Wimmer weiter. „Wir müssen abwarten, was die Untersuchungen ergeben“. Laut einer Mitteilung der Polizei ermitteln deren Beamte ebenfalls am Brandort.

190 Beschäftigte

Dralon ist ein Hersteller von Acrylfasern. Gegründet wurde der Standort 1971 vom amerikanischen Konzern Monsanto. Dralon stellt in Lingen jährlich rund 67.000 Tonnen Acrylfasern (Produktname Dralon) her, vornehmlich für die Textilindustrie. Derzeit arbeiten 190 Beschäftigte in dem Werk. Das Firmengelände im Industriepark umfasst insgesamt 97 Hektar, das eigentliche Betriebsgelände nur 17 Hektar.

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