Overbergschule in Lingen Tische und Bänke sind umgezogen, bald auch die Schüler

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Lingen. Der Lingener Bauhof kann eine Menge – auch Umzüge. Das Inventar der Overbergschule, das während der Sanierung der Grundschule in den freien Klassenräumen der Gebrüder Grimm-Schule untergebracht war, ist inzwischen wieder in die Stephanstraße gebracht worden.

Dort finden die Jungen und Mädchen am Donnerstag nächster Woche eine Schule vor, deren Sanierung mit rund 3,5 Millionen Euro die größte Einzelinvestition der Stadt Lingen im laufenden Haushaltsjahr gewesen ist. Die Schule ist nach Abschluss der Arbeiten technisch und energetisch auf dem neuesten Stand, bietet durch den eingebauten Fahrstuhl erweiterte Möglichleiten für einen inklusiven Unterricht und schafft durch zusätzliche Räume Chancen für mehr differenzierte Bildungsarbeit zur Förderung der Kinder.

Während des Schuljahres 2016/17 wurden die rund 220 Schüler – bis auf die dritte Klasse ist die Schule nach der Einbindung der früheren Erich Kästner-Schule komplett dreizügig – in der Gebrüder Grimm-Schule an der Elsterstraße unterrichtet. Das frühere städtische Schulzentrum, das derzeit auch die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule aufgenommen hat, soll später der Volkshochschule Lingen zur Verfügung gestellt werden.

Am Montag machten sich Karin Ludlage vom Fachdienst Hochbau der Stadt Lingen, Bauhofleiter Christian Schulte und sein Stellvertreter Hans Herbers ein Bild von den Umzugsarbeiten. Begleitet wurden sie von Waldemar Langolf, Hausmeister der Matthias Claudius-Grundschule und derzeit auch an der Gebrüder Grimm-Schule im Einsatz. Langolf kennt das ehemalige Schulzentrum an der Elsterstraße aus vergangenen Dienstjahren auch sehr gut. Ein Foto, das ihn gemeinsam mit einem früheren Kollegium zeigt, befand sich noch in dem fast leeren Lehrerzimmer.

Schweißtreibende Tage

Die Beschäftigten des Bauhofes hatten während der Sommerferien beim Ausräumen der Schule schweißtreibende Arbeitstage. Insgesamt galt es, elf Klassenräume leer zu räumen, in Umzugslaster zu verstauen und in die Overbergschule zu tragen. Hinzu kamen noch die Einrichtungen der Fachräume wie Musik-, Kunst und Werkraum und weitere Differenzierungsräume. Auch jede Menge Schränke waren dabei, die in der frisch sanierten Overbergschule wieder aufgebaut wurden. Wo es vom Mobiliar her nicht genau passte, kam der Tischler des Bauhofes zum Einsatz.

„Es hat alles sehr gut geklappt“, sagte Herbers und dankte ebenso wie Schulte allen Beteiligten beim Bauhof, die mitgeholfen hatten. „Auch einige Flüchtlinge packten mit an“, freute sich Herbers. Die jungen Leute wurden im Rahmen von „FIM“ eingesetzt. Hinter dem Kürzel stehen Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen. Das sind Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge im Rahmen eines Arbeitsmarktprogramms der Agentur für Arbeit.

Getreu dem Motto „Nach dem Umzug ist vor dem Umzug“ wartet auf die Beschäftigten des Lingener Bauhofes übrigens schon der nächste Auftrag. Wie Schulte und Herbers erläuterten, soll demnächst die umgebaute Kindertagesstätte St. Ludger im Lingener Wohnpark Gauerbach wieder eröffnet werden. Damit verbunden ist der Umzug der Kinder, die zurzeit im alten Don Bosco-Kindergarten in Damaschke betreut werden. Und mit ihnen werden auch jede Menge Schränke, Tische und Stühle umziehen...

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