Im historischen Heckentheater Lingener TPZ-Leiter inszeniert „Jedermann“ für Kinder in Salzburg

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In Salzburg und in Bozen arbeitet Harald Sommer mit den Kindern vor Ort. Foto: Marco BorrelliIn Salzburg und in Bozen arbeitet Harald Sommer mit den Kindern vor Ort. Foto: Marco Borrelli

Salzburg. Harald Volker Sommer, Leiter des Theaterpädagogischen Zentrums der Emsländischen Landschaft (TPZ) in Lingen, inszeniert bei den Salzburger Festspielen den „Kinder-Jedermann“.

Mit dem TPZ auch bei den europäischen Nachbarn sowie bei Aktionen anderer Bühnen und Spielhäuser vertreten zu sein, sieht Harald Volker Sommer als wichtigen Teil seiner Arbeit. Seit Mai 2014 ist der gebürtige Österreicher und Wahl-Lingener Leiter des TPZ am Universitätsplatz. So hat er mit einer Gruppe Kinder und Jugendlicher aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim das Weihnachtsmärchen „Pinocchio“ neu inszeniert und das 14. Welt-Kindertheater-Fest in Stratford, Kanada mit ihnen besucht.

„Mit unseren Teilnehmern Festivals und Events zu besuchen ist mir ein großes Anliegen“, betont Sommer. So werden auch TPZ-Tanzgruppen unter der Leitung von Irina Kempel beim Tag der Niedersachsen vom 1. bis 3. September in Wolfsburg vertreten sein. „Im Hinblick auf das 15. Welt-Kindertheater-Fest 2018 in Lingen ist mir der Kontakt zur deutschen Kindertheaterszene und auch zu europäischen Kollegen wichtig“, erklärte der TPZ-Leiter. Insbesondere auch der Expertenaustausch sei bei einer breit gefächerten Disziplin wie der Theaterpädagogik sehr fruchtbar für die eigene Arbeit.

Immer wieder beim Institut für Theaterpädagogik des Campus Lingen mit Studenten zu arbeiten sei für den 47-Jährigen ebenfalls ein Teil davon. „In der kreativen Tätigkeit in allen Sparten des darstellenden Spiels sind immer neue Impulse und Erfahrungen viel wert“, sagt Sommer.

Salzburger Festspiele

In Salzburg wie auch Anfang Juli in Bozen, arbeitet Sommer mit Kindern vor Ort. Beim diesjährigen Operncamp der Salzburger Festspiele gibt es eine Neuigkeit: Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren wird es wieder einen „Kinder-Jedermann“ geben. Damals, kurz nach der Gründung der Salzburger Festspiele, eroberten die Kinder in ihrer Freizeit spielend die Bühne vor dem Salzburger Dom, sobald diese von den Darstellern verlassen wurde. Diese Tradition wird in Sommers neuer Fassung aufgenommen: Mit dem mehr als 20-köpfigen Ensemble erarbeitet er ein Stück, in dem sich die Kinder den Themen Reichtum, Lebensfreude, Reue, Mitleid und Tod annähern.

Eine völlig neue Fassung des Salzburger Traditionsstück für Kinder entsteht: Oliver Madas, Mitglied der Wiener Philharmoniker, hat die Musik komponiert. Mit dem Chorleiter Christian Horvath, mit dem TPZ-Leiter Sommer schon seit Jahren zusammenarbeitet, werden die musikalischen Szenen erarbeitet.

Zum ersten Mal gibt es also neben den Operncamps ein richtiges Schauspielcamp mit Bühnenmusik. Premiere ist an diesem Samstag im berühmten historischen Heckentheater in den Mirabellgärten. Dann erklingt, wie jedes Jahr in Salzburg am Domplatz, der berühmte Ruf des Todes: Jedermann! Jedermann! Jedermann!


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