Großer Wunsch in der Ukraine Partnerschaft mit Schule in Lingen?

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Lingen. Die Schule im ukrainischen Dorf Juskovzy möchte gerne eine Partnerschaft mit einer Schule in Lingen beziehungsweise im Emsland eingehen. Das wurde bei einem Besuch des Freundeskreises der Lingener Ukrainefahrer deutlich.

Der Freundeskreis hatte laut Pressemitteilung der Stadt den 37. Hilfsgütertransport durchgeführt. Ein ukrainischer Spediteur transportierte mehr als 24 Tonnen gesammelter Hilfsgüter in die Region Juskovzy, aus der während des Zweiten Weltkrieges 86 junge Männer entführt wurden, um bis Kriegsende im Reichseisenbahnausbesserungswerk Lingen Zwangsarbeit zu verrichten.

Heinz Humbert, Andreas Pengemann, Jörg Heilen, Alfons Acker, Hinrikus Ude, Hermann und Irmgard Pieper, Jörg und Claudia Krone sowie Petra Kaul hatten sich in zwei VW Kleinbussen auf den Weg gemacht. Sie holten den einen Tag vorher gestarteten Sattelzug an der polnisch-ukrainischen Grenze ein und trafen später wohlbehalten in der Stadt Ternopil ein, die in der Nähe von Juskovzy liegt.

Finanzielle Unterstützung des DRK

Während des Besuchs in Juskovzy wurde vereinbart, dass der DRK-Kreisverband Emsland eine Krankenschwesternstelle mit 1500 Euro fördert. Die Gäste brachten Blumen an die Gräber der ehemaligen Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko und Prokopij Feodosewitsch Schafaruk aus Juskovzy. Die beiden Denkmäler hatte die Stadtverwaltung Lingen bezahlt, sagte Ude. Zusammen mit Bürgermeister Mykhaylo Kuntran hätten sie die Sozialstation aufgesucht und 200 Euro übergeben.

Kuntran habe an der Schule einen Empfang mit seiner Kapelle arrangiert. Höhepunkt beim Schulbesuch sei die Aufführung von Schülern aus verschiedenen Klassen gewesen. Sie setzten in Deutsch die „Sitzung des Europäischen Parlaments“, in deren Mittelpunkt die Aufnahme der Ukraine in die EU stand, in Szene.

Glückliche Gesichter und Freudentränen

Der größte Wunsch der Schule in Juskovzy sei eine Partnerschaft mit einer Lingener oder emsländischen Schule, berichtete Ude. Glückliche Gesichter und Freudentränen habe es zum Abschied gegeben. Ude resümierte: „Die Hilfsgüter werden gut verteilt: Je ein Drittel war für Juskovzy, Lanovzy und für das Kriegsgebiet im Osten der Ukraine bestimmt.“ Wie wichtig es ist, die Situation vor Ort kennenzulernen, wurde laut Ude immer wieder von allen Teilnehmern bestätigt.

Weitere Spenden erbeten

Um weiter helfen zu können, benötigt der Freundeskreis weiter Spenden für weitere Hilfsgütertransporte. „Die Sachen werden zu 100 Prozent für die Menschen in der Ukraine eingesetzt“, versprach Ude. Kontakt: Hinrikus Ude, Tel. 05906/33 69 005 und 0160/ 96 90 2620, E-Mail: Hinrikus.Ude@kabelmail.de, sowie Hans-Joachim Wiedorn, Tel. 05907/ 370 und 0171/ 53 24 497, E-Mail: Hajo.Wiedorn@t-online.de.


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