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12.07.2017, 17:49 Uhr INNENSTADT BELEBEN

Wirtschaftsförderung in Lingen nicht immer einfach

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Einige Leerstände gibt es derzeit in der Lingener Innenstadt. Eines der betroffenen Ladenlokale ist schon seit längerem die ehemalige Fleischerei Richtering in der Burgstraße 5. Foto: Wilfried RoggendorfEinige Leerstände gibt es derzeit in der Lingener Innenstadt. Eines der betroffenen Ladenlokale ist schon seit längerem die ehemalige Fleischerei Richtering in der Burgstraße 5. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Arbeit der Lingener Wirtschaftsförderung ist nicht immer einfach: Teilweise verhandeln deren Mitarbeiter und die Kommunalpolitik mit weltweit agierenden Großunternehmen, die am Verhandlungstisch oft eine stärkere Position als ein ortsansässiger Einzelhändler haben.

Umso größer ist der Erfolg zu werten, dass sich solche Unternehmen in Lingen angesiedelt haben und nicht nur am Standort bleiben, sondern auch teilweise kräftig weiter in den Ausbau am Standort Lingen investieren. Die Großunternehmen bringen Steuereinnahmen und bieten eine hohe Zahl an Arbeitsplätzen.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten: Leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt und stagnierende Umsätze im Einzelhandel sind Probleme, für die ebenfalls Lösungen gefunden werden müssen. Denn die Attraktivität der Stadt Lingen für die Menschen hängt nicht von den großen Firmen und Einkaufszentren in der Peripherie und den Gewerbegebieten ab, sondern von einer lebendigen und funktionierenden Innenstadt. In dieser Hinsicht tut sich in Lingen zu wenig, wie beispielsweise das Dauerthema „Belebung der Burgstraße“ zeigt. Hier heißt es, anzusetzen – auch wenn es nicht immer einfach ist.