Beschluss im Ausschuss Neue Regelung für Radfahrer an Lengericher Straße in Lingen

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Eigentlich müssen Radfahrer nach der bestehenden Regelung an der Kreuzung Lengericher Straße/Josefstraße auf die kombinierte Fußgänger-/Radfahrerampel achten. Dies soll jetzt geändert werden. Foto: Wilfried RoggendorfEigentlich müssen Radfahrer nach der bestehenden Regelung an der Kreuzung Lengericher Straße/Josefstraße auf die kombinierte Fußgänger-/Radfahrerampel achten. Dies soll jetzt geändert werden. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Verkehrsregelung für Radfahrer an der Kreuzung Lengericher Straße/Josefstraße in Lingen soll geändert werden. Dies hat der Verkehrsausschuss der Stadt einstimmig beschlossen.

Nach der aktuellen Regelung müssen Radfahrer, die, aus Richtung Lengerich kommend, stadteinwärts fahren, die kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampel beachten. Doch sehr viele Radfahrer halten sich nicht daran, sondern orientieren sich an der Ampel für die Kraftfahrzeuge. Davon machten sich die Ausschussmitglieder vor Ort ein Bild.

Haltelinie für Radfahrer

Nach Ansicht des Ausschusses soll der Verkehr genauso fließen, wie sich die Radfahrer im Moment mehrheitlich Verhalten. Daher, so der Beschluss, wird das kombinierte Radfahrer-Fußgänger-Symbol in der Fußgängerampel entfernt. Dann gilt für die Radler zukünftig das Signal für den Fahrverkehr. Damit Autofahrer, die nach rechts in die Josefstraße abbiegen wollen, an dieser Stelle keinen geradeaus fahrenden Radler übersehen, soll eine neue Haltelinie auf dem Radfahrweg ein Stück näher zur Ampel hin liegen als die Haltelinie für den Kraftfahrzeugverkehr.

Diskussion über Markierungen

Auf wenig Gegenliebe stieß der Vorschlag von Marc Riße (Bürgernahe), die Fahrradfurten der Kreuzung als rot markierte Streifen zu gestalten. Ralf Plaggenborg (SPD) sprach sich dagegen aus. „Ich halte die Anmalerei an solchen Stellen für überzogen. Gestrichelte Linien sind völlig ausreichend.“ Rot markiert werden sollten nur wirkliche Gefahrenstellen. Auch Frank Schöttmer, Leiter des Fachdienstes Recht und Ordnung äußerte sich kritisch zum Antrag von Riße. „Wenn wir überall etwas rot markieren, wird dies irgendwann nicht mehr als Gefahrenstelle erkannt“, warnte er vor einer Überfrachtung. Riße zog daraufhin seinen Antrag zurück.

Alle Ampeln überprüfen

Andreas Kröger (SPD) regte an, auch andere kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampeln in der Stadt auf die Verkehrsführung für Radfahrer hin zu überprüfen. Erster Stadtrat Stefan Altmeppen erklärte, dies werde „anlassbezogen und auf entsprechende Hinweise“ erfolgen. Damit gab sich Riße nicht zufrieden. „Die Verwaltung hat die kombinierten Symbole vor einigen Wochen eingebaut, was die Radfahrer benachteiligt. Wir müssen alle Ampeln überprüfen“, forderte der Bürgernahe.


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