Höchste Auszeichnung DRK-Präsident Rudolf Seiters ehrt Lingener Karl-Heinz Vehring

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lingen. DRK-Präsident Rudolf Seiters hat am Freitag den ehemaligen Lingener Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring mit dem Ehrenzeichen, der höchsten Auszeichnung des DRK, gewürdigt. Vehring war 37 Jahre lang ehrenamtlich als Vorsitzender des DRK Emsland mit seinen über 11000 Mitgliedern in 19 Ortsvereinen tätig.

Die Nachfolge des 81-Jährigen tritt Dieter Sturm an. Der 43-jährige Jurist arbeitet hauptberuflich als Erster Stadtrat in Haren. Mit dem Generationswechsel tritt gleichzeitig eine neue Organisationsstruktur des DRK in Kraft. Der Verein wird künftig durch einen hauptamtlichen Vorstand nach außen vertreten. In den Vorstand wurden der bisherige Kreisgeschäftsführer Thomas Hövelmann (als Vorsitzender des Vorstandes) und sein Stellvertreter Christof Witschen berufen. Sturm fungiert als ehrenamtlicher Präsident.

In seiner Laudatio im DRK-Haus an der Jahnstraße würdigte Seiters vor vielen Gästen, darunter die Vertreter der 19 Ortsvereine im Emsland, die Verdienste Vehrings um das DRK im Landkreis. Beispielhaft nannte der frühere Kanzleramts- und Innenminister dessen Wirken beim Zusammenschluss der drei Kreisverbände im Emsland zu einem Verband und die Förderung des Ehrenamtes. Ein Schwerpunkt des Lingeners sei die Mitwirkung an der Neugliederung des Rettungswesens im Emsland gewesen. Seiters sprach von einer „humanitären Erfolgsgeschichte“, die Vehrings ehrenamtliche Arbeit im DRK bewirkt habe.

„Sie haben sich um das DRK verdient gemacht“, hob Hans Hartmann, Präsident des DRK-Landesverbandes Niedersachsen,hervor. Das DRK Emsland wirke vorbildlich für andere Kreise in Niedersachsen. Daran habe Vehring einen großen Anteil.

Als langjähriger Weggefährte sprach der frühere Leiter des ABC-Zuges, Werner Wehlage, im Namen der 19 Ortsvereine des DRK im Emsland Vehring seinen Dank aus. Wehlage, wie Vehring ein DRK-Mann mit großer Leidenschaft, erinnerte an viele Einsätze, bei denen Vehring mit in der ersten Reihe gestanden habe, um die Gefahrenlage einzuordnen. Dabei habe dieser „brilliert und mit Fakten überzeugt“. Für die Hilfe als zentralen Gedanken des Roten Kreuzes habe Vehring ein Gespür gehabt. „Das DRK trägt Ihre Handschrift“, betonte Wehlage.

Vorstandsvorsitzender Thomas Hövelmann dankte Vehring für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Einführung eines Controlling- und Abrechnungssystems, die Umsetzung der Einführung einer schnellen Einsatzgruppe und der Ausbau der ambulanten und stationären Hilfen habe Vehring auf den Weg gebracht. Hövelmann lobte dabei insbesondere dessen „diplomatisches und strategisches Geschick“.

Er habe im DRK immer eine „große Bürgerinitiative für Hilfe“ gesehen, sagte der 81-Jährige. Der frühere Chef der Lingener Stadtverwaltung dankte allen, die ihn in seiner ehrenamtlichen Arbeit unterstützt hätten, insbesondere Roswitha Hinken, Assistentin der Geschäftsführung. Vehring hob die hohe Zahl der Ehrenamtlichen im DRK hervor. Grundsätzlich könne die Arbeit von Ehrenamtlichen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nicht hoch genug eingeschätzten werden, weil erst durch sie die Vernetzung der Gesellschaft gelinge. Die ehrenamtliche soziale Tätigkeit, wie sie im DRK stattfinde, sei dabei besonders wichtig. Diese Hilfe sei verbunden mit einer inneren Einstellung, der Liebe zum Menschen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Madlena Riddering, Laura Hadam und Femke Schlütken von der Musikschule des Emslandes.

Mehr aus Lingen lesen Sie in unserem Ortsportal.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN