Bauvorhaben vorgestellt In Lingen entstehen mehr als 30 neue Wohnungen

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In diesem Haus in der Lingener Johannes-Meyer-Straße waren bislang der SKF und die Caritas untergebracht. Jetzt soll es einem Mehrfamilienhaus weichen. Foto: Wilfried RoggendorfIn diesem Haus in der Lingener Johannes-Meyer-Straße waren bislang der SKF und die Caritas untergebracht. Jetzt soll es einem Mehrfamilienhaus weichen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. In der Johannes-Meyer-Straße 12 und am Willy-Brandt-Ring 51 soll jeweils ein neues Mehrfamilienhaus entstehen. Dies hat der Lingener Stadtbaurat Lothar Schreinemacher in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschuss (PBA) mitgeteilt.

„In der Johannes-Meyer-Straße ist ein Haus mit 16 Wohneinheiten und Tiefgarage geplant“, sagte Schreinemacher. An dieser Stelle befinde sich das bislang vom SKF und der Caritas genutzte Gebäude. Anfang April waren die beiden Institutionen in die Lingener Burgstraße umgezogen. Für Besucher ständen sechs oberirdisch angelegte Parkplätze zur Verfügung, erklärte der Stadtbaurat. „Wir bewerten dieses Vorhaben positiv.“

Schäden durch Veränderung des Grundwassers vermeiden

Margitta Hüsken (Bürgernahe) fragte, ob durch die Ausbaggerungen und den Bau der Tiefgarage in der Nachbarschaft Schäden durch eine mögliche Veränderung des Grundwasserspiegels entstehen könnten. „Wir fordern vom Investor ein hydrologisches Gutachten, dass es keinen Anstieg des Grundwasserspiegels geben wird“, versicherte Schreinemacher. Auch dürfe es durch die Baggerarbeiten nicht dazu kommen, dass sich die mit Chlorkohlenwasserstoff kontaminierte Grundwasserfahne, verursacht von der ehemaligen chemischen Reinigung „Nieveler“ an der Rheiner Straße, weiter in das Bögengebiet ziehe. „Das wird Bestandteil der Baugenehmigung“, erklärte Schreinemacher. Unterschiedliche Auffassungen gab es zur Gestaltung des Gebäudes: Uwe Hilling (CDU) fand das geplante Satteldach anstelle eines Staffelgeschosses gut. Jens Beeck erklärte, nur für einen Planer sei das Haus zweigeschossig plus Dach. „Für den Laien sind das drei Geschosse“, kritisierte der Liberale.

Beteiligung der Nachbarn

Am Willy-Brandt-Ring 51 soll ein Haus mit 18 Wohnungen, ebenfalls mit Tiefgarage, gebaut werden. „Der Baukörper wurde gegenüber den ursprünglichen Planungen deutlich verkleinert“, erläuterte Schreinemacher. Stefan Wittler (SPD) fragte nach möglichen Problemen mit den Nachbarn wegen des Bauvorhabens. Der Stadtbaurat versicherte, es werde ein offizielles Nachbarbeteiligungsverfahren geben. Ein Nachbar habe bereits erklärt, dass er auf dem Grundstück nur ein Einfamilienhaus akzeptieren werde. „Das geht so nicht. Man kann am Willy-Brandt-Ring nicht von einem Einfamilienhaus als Maßstab ausgehen“, sagte Schreinemacher. Er erklärte auf Nachfrage von Bernhard Bendick (SPD), dass ein Widerspruch des Nachbarn gegen eine Baugenehmigung keine aufschiebende Wirkung für den Baubeginn habe.

Stadtbaurat: Wohnungspreis ist „ein anderer“

Bendick fragte zudem, ob abzuschätzen sei, was der Wohnraum in dem geplanten Gebäude kosten werde. Genau könne er dies nicht sagen, erklärte Schreinemacher. „Aber die Innenstadtrandlage und die Tiefgarage führen dazu, dass der Wohnungspreis ‚ein anderer‘ ist. Da ist man schnell bei 100 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche“, schätzte der Stadtbaurat.


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