Fördermittel für Sanierung Nahversorgung im Lingener Ortsteil Bramsche gesichert

Von Thomas Pertz


Lingen. Ein regelmäßiges Kommen und Gehen herrscht im Lebensmittelmarkt in der Dorfmitte des Lingener Ortsteils Bramsche. Vertreter von Rat und Verwaltung freuten sich zusammen mit Pächter Björn Dohle beim Gespräch mit der Redaktion darüber. Die Nahversorgung im Ort ist gesichert.

Eine Selbstverständlichkeit ist dies den Worten von Ortsbürgermeister Martin Koopmann (CDU), Stefan Wittler (SPD), Vorsitzender des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses, und Wirtschaftsförderer Ludger Tieke von der Verwaltung zufolge nicht gewesen. Tieke hatte mit einem erfolgreichen Antrag beim Landkreis, der mit einem Programm Kommunen als Träger von Nahversorgungseinrichtungen fördert, den Schlusspunkt unter einer Entwicklung gesetzt, die im November 2015 begann.

Stadt Lingen kaufte Grundstück

Damals kaufte die Stadt das Grundstück in der Mundersumer Straße 6, auf dem sich nicht nur der Lebensmittelmarkt befindet. Auch ein Friseurgeschäft gehört dazu, außerdem eine Gaststätte und ein Parkplatz unmittelbar neben dem Feuerwehrhaus. Dieser wird im Notfall auch von den Mitgliedern der Feuerwehr genutzt. Wohnungen, die sich oberhalb der Gaststätte befinden, dienen zurzeit der Unterbringung von Flüchtlingen.

3000 Bürger in Bramsche

In Bramsche und seinen Ortsteilen wohnen rund 3000 Bürger. Dem Ortsrat sei es deshalb sehr wichtig gewesen, diese wohnortnahen Angebote zu erhalten, sagte Ortsbürgermeister Koopmann. „Wir wollten das Heft des Handelns in der Hand behalten“, begründete Ludger Tieke, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Lingen, den Erwerb des Areals durch die Kommune.

Pächter des Lebensmittelmarktes ist seit 2006 Björn Dohle. Für ihn sei die Kaufentscheidung der Stadt sehr wichtig gewesen, sagte Dohle. Damit war nämlich nicht nur die Erhaltung des Marktes verbunden, sondern auch eine Investition im Geschäft selbst. Dieses firmiert seit November 2016 unter dem Namen Edeka, davor war es Markant.

Umfangreiche Sanierung

Das Ladenlokal wurde umfangreich saniert. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem eine neue Elektroinstallation, die Erneuerung des Bodens im Eingangsbereich und die Verbesserung des Erscheinungsbildes. Zur Mitfinanzierung der kalkulierten Investitionssumme von 43.600 Euro stellte die Stadt Lingen beim Landkreis einen Antrag auf „Förderung von Einrichtungen der wohnortbezogenen Nahversorgung“. Dieser wurde inzwischen bewilligt. Stadt und Landkreis teilen sich die Kosten je zur Hälfte.

In Bramsche sei eine sehr gute Lösung gefunden worden, unterstrich Stefan Wittler. Nun komme es darauf an, dass die Bürger die Angebote vor Ort auch weiter annehmen.

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