„Big Beat und die Spürnasen“ Erlebniskonzert der Musikschule im Lingener Theater

Ein unterhaltsames, dynamisches und abwechslungsreiches Erlebniskonzert „Big Beat und die Spürnasen“ präsentierten die Kinder von der Musikschule des Emslandes im Theater. Foto: Elisabeth TonderaEin unterhaltsames, dynamisches und abwechslungsreiches Erlebniskonzert „Big Beat und die Spürnasen“ präsentierten die Kinder von der Musikschule des Emslandes im Theater. Foto: Elisabeth Tondera

to Lingen. Kinder lieben Rhythmus und Musik, sie lieben Farben, Spiele und Detektivgeschichten. All das kommt in dem Erlebniskonzert „Big Beat und die Spürnasen“ zusammen.

Die Musikschule des Emslandes hat die turbulente und spannende Geschichte von Heidi Leenen mit Musik von Bernhard Gortheil mit Bläser-, Blockflöten- und Chorbanden der Marien-Schule Lingen, Wilhelm-Berning-Schule Lingen und Johannes-Schule Spelle mit Regieunterstützung von Hans-Ulrich Sudek auf die Bühne gebracht und in zwei sehr gut besuchten Aufführungen im Theater an der Wilhelmshöhe präsentiert.

Das erste Bläserbandenkonzert

Es ist ein beeindruckendes Bild, wenn die vielen Kinder mit ihren Blasinstrumenten die Plätze hinter den Notenpulten einnehmen und die jungen Sänger sich vor ihnen aufstellen. Am Bühnenrand agieren die Darsteller des aufregenden Stückes, in dem es um einige junge Musiker geht, die ihr erstes Bläserbanden-Konzert planen, um zwei Landstreicher Pablo und Picasso, die mit dem weltberühmten Maler verwechselt werden, um Kunst und vier gestohlene Eier.

Gemeinsam den Rhythmus finden

Puste Jan, Saxo Tine und ihre Freunde beherrschen ihre Blasinstrumente perfekt, aber das Zusammenspiel will einfach nicht klappen. Erst als Big Beat und Bum-Bum Ben hinzukommen, verstehen die Musiker, woran es hapert: Sie müssen mehr aufeinander hören und den gemeinsamen Rhythmus finden.

Künstlerisch begabte Landstreicher

Parallel dazu spielt die Geschichte von Pablo und Picasso, die vom Sommer am Meer träumen, vor allem aber von Hunger geplagt sind. Zufällig führt ihr Weg sie zu dem Bauernhof, wo die jungen Musiker an den Wochenenden proben. Dort stehlen die Landstreicher vier Eier. Die Musiker folgen den Spuren, wobei ein von Pablo und Picasso signiertes Bild sie zunächst auf die falsche Fährte führt. Am Ende fassen die Spürnasen die Diebe, und es kommt zu einer Zusammenarbeit: Die künstlerisch begabten Landstreicher gestalten das Plakat für das Konzert.

Musik und Text harmonieren

Die Musikschulleiterin und Kinderbuchautorin Heidi Leenen hat ihre Geschichte so konzipiert, dass Text und Musik miteinander harmonieren und einander ergänzen. Die Instrumentalisten demonstrieren, wie schief das erste Zusammenspiel von Puste Jan, Saxo Tine und ihren Freunden klingt, sie begleiten mit dem Chor die Träume der Landstreicher und gestalten gemeinsam das furiose Finale.

Maßgeschneiderte Musikstücke

Für den Komponisten Bernhard Gortheil lag die Herausforderung darin, kontrastreiche, maßgeschneiderte Spielstücke zu schreiben, bei denen die Besonderheiten der einzelnen Instrumente, mit den unterschiedlichsten Tonarten zusammenfinden, wobei der unterschiedliche Leistungsstand der Kinder berücksichtigt werden musste. Sehr reizvoll hat Gortheil die verschiedenen „Stufen“ eingebaut, von einfachen Rhythmusübungen bis zu ausgereiften Orchesterstücken.

Standing Ovations

Die jungen Instrumentalisten und Sänger meisterten ihre Parts bravourös, die Darsteller agierten mit großer Spielfreude und bescherten dem Publikum ein unterhaltsames, dynamisches und abwechslungsreiches musikalisch-theatrales Erlebnis. Das Ensemble bekam riesigen Applaus, nach der zweiten Aufführung waren die Zuschauer so begeistert, dass sie Standing Ovations spendeten und eine Zugabe verlangten.


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