Zweite Testphase im Sommer Probeweise Öffnung der Mensa am Campus Lingen ein Erfolg

Von Wilfried Roggendorf

Studentenwerksleiterin Alexandra Krone und Asta-Vorsitzender Sven Hermeling haben einen Grund für ihre gute Laune: Die probeweise Öffnung der Mensa am Campus Lingen im Februar war ein Erfolg. Foto: Wilfried RoggendorfStudentenwerksleiterin Alexandra Krone und Asta-Vorsitzender Sven Hermeling haben einen Grund für ihre gute Laune: Die probeweise Öffnung der Mensa am Campus Lingen im Februar war ein Erfolg. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. „Ziel weit überschritten“ – so lautet das Fazit, des Versuchs, die Mensa am Campus Lingen im Februar probeweise mit einem Cafeteriaangebot zu öffnen.

Ein Rückblick: Kurz nach ihrer Eröffnung im Dezember 2013 schloss die Mensa im Februar 2014 für einen Monat ihre Pforten. Und auch im August und September blieb die Mensa geschlossen. Drei Jahre lang ging dies so. Doch 2017 sollte sich etwas ändern: Das Studentenwerk Osnabrück unter seiner neuen Leiterin Alexandra Krone beschloss als Betreiber der Mensa, auch während der Semesterferien der Vollzeitstudierenden, zu testen, ob sich ein Cafeteriabetrieb für die immerhin noch 450 Dualstudierenden auf dem Campus Lingen rechne.

Zweite Testphase im August und September

„Diese Testphase ist überaus zufriedenstellend verlaufen“, erklärte Krone jetzt. Die Messlatte von 150 verkauften Brötchen und Tassen Kaffee am Tag sei weit überschritten worden. Nun solle es vom 21. August bis zum 22. September eine zweite Testphase geben. „Die Umsatzziele für diese zweite Testphase haben wir noch nicht festgelegt“, sagte Krone. „Aber es wird eine faire und realistische Größe sein“, verspricht die Geschäftsführerin des Studentenwerkes. Sie wolle schließlich etwas ermöglichen und nicht etwas verhindern.

Bedarf an der Öffnung

Auch Sven Hermeling vom Allgemeinen Studierendenausschuss der Hochschule ist zufrieden. „Die probeweise Öffnung der Mensa war für uns ein Riesenschritt und sehr gut für die dual Studierenden“, sagte Hermeling. Die Zahlen über die gesamte Testphase hätten gezeigt, dass es wirklich Bedarf an der Öffnung der Mensa gegeben habe. Dass nur ein Cafeteriaangebot zur Verfügung stand, habe zwar manchen gestört. „Es gab natürlich Stimmen, die mehr wollten“, erklärte Asta-Vertreter Hermeling.

Wirtschaftlichkeit im Auge behalten

Doch dieser Wunsch dürfte auch in der zweiten Testphase nicht in Erfüllung gehen. „Immer, wenn sie warmes Essen anbieten, steigen die Personalkosten stark in die Höhe“, erläuterte Krone. Das Studentenwerk könne bedingt durch die wirtschaftlichen Strukturen nicht jeden Einzelwunsch bedienen. „Wenn wir die Cafeteria ab dem nächsten Jahr dauerhaft öffnen sollten, müssen wir ebenso dauerhaft die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten“, sagte Krone. Sie erläuterte, dass es deutschlandweit einen Trend zu Cafeteriaangeboten gebe. „Es gibt eine positive Entwicklung im Cafeteriabereich und eine Stagnation bei den warmen Essen“, sagte Krone.

Studierende waren gut zufrieden

Der Studiendekan des Instituts für duale Studiengänge, Prof. Wolfgang Arens-Fischer, äußerte sich ebenfalls zufrieden über die erfolgreiche Testphase. „Die Studierenden, und um die geht es in erster Linie, waren gut zufrieden“, gab Arens-Fischer seinen Eindruck wieder. Aber auch die Mitarbeiter und Lehrenden der Hochschule hätten von der Mensaöffnung im Februar profitiert. Ausdrücklich begrüßte Arens-Fischer die zweite Testphase im August und September. „Dann sind die dualstudierenden Erstsemester neu bei uns. Bei denen wird dann direkt ein guter Eindruck erweckt.“