Forschen und Austoben im Freien Nabu jetzt mit Kindergruppe in Lingen-Holthausen

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Die „Fledermaus“ jagt die „Motte“ und orientiert sich mittels Echo am „Wald“, der einen Kreis um die beiden „Tiere“ bildet. Solche und andere Spiele fanden unter Anleitung von Anne Risse (rechts) statt. Foto: Chrisiane AdamDie „Fledermaus“ jagt die „Motte“ und orientiert sich mittels Echo am „Wald“, der einen Kreis um die beiden „Tiere“ bildet. Solche und andere Spiele fanden unter Anleitung von Anne Risse (rechts) statt. Foto: Chrisiane Adam

Lingen. David Dackel, Lana Löwe, Jonathan Jaguar, Leonard Leopard… diese und weitere Namen haben sich die zwölf Kinder gegeben, die im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen-Holthausen eine eigene Naturschutzbund-Gruppe gegründet haben.

Unter der Anleitung von Umweltpädagogin Anne Risse, die ehrenamtlich beim Naturschutzbund – kurz Nabu - Emsland/Grafschaft Bentheim tätig ist, haben die Jungen und Mädchen im Alter von acht bis elf Jahren zunächst eine ganze Reihe von Spielen gemacht, um sich gegenseitig kennenzulernen. Da galt es, pantomimisch Tiere nachzustellen, die die anderen Kinder erraten mussten. Oder es wurden Eidechsen von Bussarden gejagt, um ihnen die Schwänze abzuziehen – wobei die Eidechsen natürlich nur Kinder mit Bindfäden in der Hosentasche waren.

Forscherdrang und Austoben im Freien

Teilweise überraschten die Kids mit erstaunlichen Fachkenntnissen. „Wie orientiert sich eigentlich eine Fledermaus?“, wollte Risse von der Gruppe wissen. Wie sich dieses Flugtier mit Sonar zurechtfindet, konnte ein Junge recht gut erklären. Forscherdrang und Austoben im Freien, das kombiniert die neue Kindergruppe des Nabu recht gut, meint Umweltpädagogin Risse. „Mir geht es vor allem darum, dass sich die Kinder für die Natur begeistern und Freude daran haben. Außerdem bietet die Teilnahme eine alternative Freizeitbeschäftigung in der Natur“, erklärt sie.

LWH als ideales Gelände

Das Gelände des LWH, in dessen Grillhütte die kleine Gruppe ab jetzt jeden zweiten Dienstagnachmittag Gastrecht bekommt, eigne sich hervorragend für solche Naturerkundungen, findet Michael Reitemeyer, Leiter der katholisch-sozialen Akademie. „Wir haben ja hier nicht nur den Wald, sondern auch das Biotop. Zudem haben wir einige Projekte, die Jugendliche in ihrem freiwilligen ökologischen Jahr vor Ort realisiert haben wie die Benjeshecken, die Blumenuhr oder das Heckenlabyrinth“. So freue er sich, dass nun eine weitere ökologische Aktivität auf dem Gelände stattfindet.

Experimente erwünscht

Gefragt nach ihren Wünschen kamen Ideen wie Experimente durchführen, ein Museumsbesuch oder „etwas im Wald erforschen“, wie David Dackel vorschlug.

Die Teilnehmergruppe kommt aus Lingen und Meppen. Letztere haben bereits bei einer Nabu-Gruppe mitgemacht, die bis vor Kurzem Jutta Over vom Nabu in Meppen geleitet hat.

Weitere Gruppe ab August

Voraussetzung, um dabei sein zu können, ist die Mitgliedschaft des Kindes im Nabu und ein Alter zwischen acht und dreizehn Jahren. „Im Moment ist die Gruppe voll, aber ab August wird eine zweite Betreuerin dazukommen, und dann können sich erneut Kinder melden“, sagt Anne Risse, die unter Telefon 059 07/9497354 gern Auskunft gibt.


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