Der Süden profitiert Neun Millionen Euro für Breitband im Emsland

Freude herrschte in Berlin bei der Bekanntgabe des Förderbescheides bei v. l. Gitta Connemann, Staatssekretär Enak Ferlemann, Kreis-Dezernent Michael Steffens, Daniela de Ridder, Albert Stegemann und Markus Paschke. Foto: BMVIFreude herrschte in Berlin bei der Bekanntgabe des Förderbescheides bei v. l. Gitta Connemann, Staatssekretär Enak Ferlemann, Kreis-Dezernent Michael Steffens, Daniela de Ridder, Albert Stegemann und Markus Paschke. Foto: BMVI

Meppen/Berlin. Der Bund fördert den Ausbau Breitband im Emsland mit rund 9,1 Millionen Euro. Mithilfe dieses Geld sollen die überwiegend im südlichen Emsland gelegenen „weißen Flecken“ für schnelles Internet erschlossen werden.

Das hat jetzt der Landkreis Emsland mitgeteilt. Möglichst zeitnah sollen die Planungsarbeiten für die Erschließung in Emsbüren, Freren, Lengerich, Salzbergen, Spelle und Herzlake ausgeschrieben werden, so der Landkreis weiter.

Ziel 2018

Aktuell gibt es den Angaben kreisweit weniger als 16.000 Adressen, die nicht über schnelles Internet verfügen. Das jetzt betroffene Gebiet umfasst davon insgesamt etwa 4500 Adressen. Im Rahmen des Breitbandausbauprojekts des Landkreises Emsland sollen auch diese Adressen bis Ende 2018 an schnelle Datenbahnen angeschlossen sein.

Eigen- und Fördermittel

Er freue sich, dass im gesamten Kreisgebiet schnelle Datenanbindungen für Gewerbetreibende und Privathaushalte in absehbarer Zukunft Wirklichkeit würden, so Landrat Reinhard Winter. Um das zu realisieren, wende der Kreis in diesem Jahr rund 25,8 Millionen Euro auf“, betonte Winter. Insgesamt wird der Breitbandausbau den Angaben zufolge 58 Millionen Euro kosten, die der Landkreis Emsland gemeinsam mit den Kommunen durch rund 27 Millionen Euro Eigenmittel sowie über Bundes- und Landesförderung aufbringt. Kofinanziert wird die Zuwendung durch das Land Niedersachsen, das für den südlichen Teil des Emslandes etwa 630.000 Euro aus einem europäischen Fördertopf bereitstellt. Die Gebiete Emsland-Nord und Mitte wurden bereits mit zusammen rund 1,37 Millionen Euro gefördert.

Glasfasernetz

Unabhängig von dieser Förderung haben sich die Gemeinden Emsbüren, Lengerich, Salzbergen und Spelle sowie die Stadt Lingen die Dienste des Unternehmens Deutsche Glasfaser (DG) gesichert. Das Privatunternehmen verlegt in den Ortskernen der Kommunen auf eigene Kosten und für die Kommunen kostenlos ein hochmodernes Glasfasernetz.

Außenbezirke

Mit dem jetzt bewilligten Fördergeld wollen wie Emsbüren und Salzbergen „zweigleisig“ fahrende Kommunen den Breitband-Ausbau in ihren abseits gelegenen Gemeindeteilen forcieren. „Hiermit kommen wir unserem Ziel, in ganz Salzbergen flächendeckend schnelles Internet zu realisieren, einen großen Schritt näher“, freute sich Bürgermeister Andreas Kaiser. Denn nun bestehe die Chance, dass auch in den ländlichen Gebieten Salzbergens Siedlungen und Höfe an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Häuser oder Höfe, deren Anschluss mittels Glasfaserkabel unwirtschaftlich ist, sollen sowohl in Salzbergen wie auch in Emsbüren einen Breitbandanschluss über Richtfunk erhalten.


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