Über 350 Besucher Giant Rooks liefern in Lingen Art Pop vom Feinsten

Von Jessica Lehbrink


Lingen. Tanzbar, lässig, einfach cool: Die Giant Rooks ordnen ihre Musik als Art Pop ein. Am Freitag spielten die fünf Jungs aus Hamm auf der Bühne des Jugendzentrums Alter Schlachthof in Lingen und überzeugten mit gutem Handwerk.

Ein wenig „Art“, ein wenig „Pop“, vor allem aber eine Menge Talent, brachten die Giant Rooks mit auf die Bühne des Alten Schlachthofes in Lingen. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren sie auf ihrer ersten Support-Tour unterwegs, und zwar als Vorband von Razz, Kraftklub, Von wegen Lisbeth sowie The Temper Trap und spielten auf einigen Festivals. Sogar den „popNRW-Preis“ 2016 als bester Newcomer dürfen die Jungs bereits ihr Eigen nennen und das, obwohl sie sich erst 2014 gründeten.

In Lingen bekannt

In Lingen sind die fünf Musiker bereits bekannt: Mit ihrem Auftritt auf dem Altstadtfest im letzten Jahr und einem Auftritt im Alten Schlachthof, blieben die Newcomer scheinbar so einigen Lingenern im Gedächtnis. Über 350 Musikfans besuchten das Konzert der Hammener am Freitag. Dafür musste sogar vom kleinen auf den großen Veranstaltungssaal im Jugendzentrum gewechselt werden. Einer der Besucher war Lars Hermes. Er hörte die Giant Rooks zum ersten Mal als Vorband von Razz. „Ich mag den Sound und die Stimme des Sängers. Cooles Publikum, geile Atmosphäre – jederzeit gerne wieder“, beschreibt Hermes die Stimmung während der Show.

Lobende Worte vom Kollegen

Wie es der Zufall wollte, war auch Christian Knippen im Publikum zu finden. Als Gitarrist von Razz weiß er, was die fünf Jungs können und findet lobende Worte für die jungen Künstlerkollegen: „Sie haben sich musikalisch noch mal sehr gesteigert. Einfach super. Ich freu mich für die Jungs.“ Dieser Meinung schien das Publikum im Allgemeinen zu sein, denn in jeder Ecke fanden sich tanzende oder aus voller Kehle mitsingende Leute.

Vielseitig talentiert

„Wir sehen uns eher als Live-Band und weniger als Studio-Band“, richtet sich Sänger Frederik Rabe an das Publikum. Dies stellte der Frontman selbst unter Beweis und legte gleich anfangs ein fulminantes Trommelsolo hin, bevor er sich im nächsten Song die Gitarre griff. Vielseitig, ehrlich, handgemacht: Die Musik der Giant Rooks ist bodenständig – eine Mischung aus Pop, Indierock, Folk und einigen Elektroelementen.

Ungewöhnlich und neuartig

Genauso tief in die bunte Kiste der Musikgenres griff die Vorband der Giant Rooks: Pari San. Unverkennbar ist der Einfluss der Großstadt in der Musik des Berliner Duos. Schwer einzuordnen hingegen ist ihr Genre: Der eine nennt es Indie-Elektro, ein anderer Dream Pop. Wenn auch ungewöhnlich und für manch einen neuartig – der Körper einiger Besucher wollte nicht still stehen bleiben.

Auch weiterhin sind die Giant Rooks mit ihrer New-Estate-Tour unterwegs. Das gleichnamige Album ist seit dem 20. Januar im Handel erhältlich.