Programm für 2017 steht Land unterstützt Kunsthalle Lingen mit 36.000 Euro

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Lingen. Beruhigt kann Meike Behm, Direktorin der Kunsthalle Lingen, auf das Jahr 2017 blicken. Denn das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Einrichtung mit 36.000 Euro.

„Das ist eine tolle Unterstützung für uns“, freut sich Behm in einem Gespräch mit der Redaktion. Die Förderung fließt mit 32000 Euro in die geplanten Ausstellungen. Daneben wird die gestalterisch orientierte Kunstvermittlung von Kindern und Jugendlichen mit 4000 unterstützt.

„Kunstvereine spielen in Niedersachsen eine zentrale Rolle bei der Ausstellung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst“, sagt dazu die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. „Mit ihren innovativen Ausstellungs- und Vermittlungsprogrammen und ihrer besonderen Nähe zu den Besuchern begeistern sie ein breites Publikum und ermöglichen diesem Zugang zur Kultur sowie Teilhabe an neuen künstlerischen und gesellschaftlichen Themen und am internationalen kulturellen Austausch.“

Abwechslungsreiches Jahr 2017

„Das Programm“, so die Direktorin, „steht schon seit September 2016 fest. Das Publikum kann sich auf ein abwechslungsreiches Jahr 2017 freuen.“ Direkt im Anschluss an die jetzige Ausstellung des Lingener Kunstpreisträgers von 2016, Éder Oliveira, werden in der kompletten Kunsthalle vom 18. März bis 7. Mai Werke von insgesamt 22 Künstlern gezeigt, die allesamt Träger dieses Preises waren. Die Ausstellung präsentiert einen umfangreichen Überblick mit Bildern aus den Jahren von 1983 bis 2016.

Einzelausstellung von Isabel Albrecht

Es folgt eine Einzelausstellung von Isabel Albrecht von Mitte Mai bis zum 9. Juli. In der oft kleinformatigen Malerei und in den Zeichnungen von Isabel Albrecht ist das Prinzip der Wiederholung zentral, vor allem unter dem Aspekt von Mustern und Linien. Sowohl einfarbige wie auch mehrfarbige dichte Strukturen aus Linien und Farbflächen charakterisieren die Werke dieser Künstlerin, die bereits im Jahr 2013 im Alter von 45 Jahren verstarb.

Zeitgenössische Videofilme

Parallel wird im Obergeschoss der Kunsthalle eine Auswahl von zeitgenössischen Videofilmen präsentiert, zusammengestellt zu einem Programm mit kürzeren und längeren Arbeiten, unter anderem von den international bekannten Künstlerinnen und Künstlern Yael Bartana, Phil Collins, Judith Hopf, Corinna Schnitt, Steve Mc Queen, Peter Fischli / David Weiss, Omer Fast, Annika Kahrs und Fiona Tan.

Wellen und Sand von Diango Hernández

Passend zum Sommer sind ab 22. Juli unter dem Titel „Sobre las olas“ (Über den Wellen) Arbeiten des in Düsseldorf lebenden Kubaners Diango Hernández zu sehen. Die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat, dem Strand, den Früchten und der Sprache prägt sein ästhetisches Vokabular. In einer Wandmalerei werden Worte zu Wellen und Wellen zu einem Meer aus blauen Zeichen.

Installationen von Flaka Haliti

Das Jahr klingt aus mit einer Ausstellung von Flaka Haliti ab 14. Oktober. Die Künstlerin vertrat ihr Heimatland Kosovo auf der Biennale in Venedig 2015. Flaka Haliti arbeitet in den Bereichen Objekt, Installation und Fotografie. 2014 entstanden zahlreiche Wolkenfotografien, die gedachte, hinein gezeichnete Gesichter enthalten. In Korrespondenz mit diesen Wolkengesichtern präsentierte die Künstlerin große Begrenzungen aus Beton, bis diese an der Decke einen Knick machen.

Umfangreiches Rahmenprogramm

Zu allen Ausstellung finden umfangreiche Rahmenprogramme statt. Dazu gehören unter anderem die Samstagsmaler, Kinder ab sechs Jahren, die nach einer kindgerechten Führung in der Aktionshalle der Kunsthalle unter fachkundiger Anleitung selbst kreativ werden. Immer beliebter wird auch die Konzerreihe der Jungen Virtuosen, einer Kooperation zwischen GWK Münster und der Kunsthalle Lingen.


900.000 Euro für 23 Vereine

Niedersachsen fördert Arbeit der Kunstvereine mit 900.000 Euro für herausragende Programme.

2017 werden 23 Kunstvereine und vergleichbare Einrichtungen gefördert. Dazu gehören die Kunstvereine Hannover, Braunschweig und Wolfsburg, aber auch viele kleine Einrichtungen im ländlichen Raum, wie zum Beispiel die Kunstvereine Lingen und Grafschaft Bentheim. Wichtige Kriterien sind, dass die Einrichtungen zeitgenössische Künstler präsentieren, ein internationales Programm aufstellen und Nachwuchskünstler unterstützen.

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