Vertrag mit dem Land Lehrer werden weiter in Lingen und Papenburg geschult

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Im Kultusministerium in Hannover sind die unbefristeten Verträge zur Fortführung der regionalen Kompetenzzentren für Lehrerfortbildung unterzeichnet worden – unter anderem mit Vertretern der HÖB in Papenburg sowie dem LWH in Lingen. Foto: Udo Weger/KultusministeriumIm Kultusministerium in Hannover sind die unbefristeten Verträge zur Fortführung der regionalen Kompetenzzentren für Lehrerfortbildung unterzeichnet worden – unter anderem mit Vertretern der HÖB in Papenburg sowie dem LWH in Lingen. Foto: Udo Weger/Kultusministerium

Hannover. 2012 haben in Niedersachsen neun regionale Kompetenzzentren die Verantwortung für Lehrerfortbildungsangebote übernommen. Diese Verträge sind jetzt unbefristet verlängert worden. Für das Emsland sind weiterhin die Zentren an der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg und am Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen zuständig.

Beide Heimvolkshochschulen werden auch künftig mit der Universität Vechta zusammenarbeiten, mit der sie von 2012 bis 2017 gemeinsam ein Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung gebildet hatten. Die HÖB und das LWH werden künftig eigenständig für die Fortbildungen im Emsland sowie der Grafschaft Bentheim zuständig sein, die Universität Vechta für Cloppenburg, Diepholz und Vechta.

„Sicherung der Unterrichtsqualität“

Durch diese Angebote sollen die allgemeinbildenden Schulen nach Aussage des Kultusministeriums bei der Entwicklung und Sicherung der Unterrichts- und Organisationsqualität unterstützt werden. „Ich danke allen Partnern für ihr Engagement und für die gute Zusammenarbeit. Wir alle haben gemeinsam Interesse daran, dass die Fortbildung der Lehrer auch in Zukunft auf hohem Niveau sichergestellt ist. Das wird durch diese Verträge ermöglicht“, erklärte Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt.

Zahl der Veranstaltungen hat sich verdoppelt

So haben sich im Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung am LWH nach Aussage der zuständigen Koordinatorin Judith Hilmes sowohl die Anzahl der Fortbildungen wie die Themenvielfalt verändert: „2012 haben wir 132 Veranstaltungen durchgeführt, diese Anzahl hat sich inzwischen mehr als verdoppelt.“ Durch vielfältige Kooperationen zum Beispiel mit der Bildungsregion Emsland oder der Landesschulbehörde sei das am Bedarf der Schulen orientierte Angebot inzwischen deutlich erweitert worden. „Wurden in den ersten Jahren zum Beispiel noch verstärkt Angebote zum Einsatz von Digitaltafeln im Unterricht angefragt, so sind es gegenwärtig verstärkt Angebote zu den Themen Inklusion und Integration sowie Sprachförderung.“ Die wichtigste Botschaft dieser unbefristeten Vertragsverlängerung lautet laut dem LWH-Leiter Michael Reitemeyer: „Unser Angebot und Konzept der Lehrkräftefortbildung hat sich bewährt.“

In fünf Jahren das Angebot verdoppelt

Mehr als verdoppelt hat sich von 2012 bis 2017 auch das Angebot an der HÖB. „Konfliktkompetenz in der Inklusion – der Umgang mit sogenannten verhaltensauffälligen Schülern, Angebote zur historisch-politischen Bildung sowie Schülerfirmen und Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein weiterer Schwerpunkt bei uns im Haus“, erklärte HÖB-Leiter Thomas Südbeck auf Nachfrage unserer Redaktion. „Unsere Kooperation hat sich von Beginn an sehr konstruktiv gestaltet. Es hat halt gepasst und wir werden auch landesweit positiv beachtet,“ ergänzte Südbeck. Durch die jetzt geschlossenen unbefristeten Verträge habe man mehr Planungssicherheit und könne die Arbeit verstetigen: „Wir wollen weiter kreativ sein, um für die Schulen der Region attraktive Angebote zu entwickeln.“

Landesförderung in Höhe von 730.000 Euro jährlich

Das Land fördert die Kompetenzzentren über die Abordnung von 13 Lehrkräften als Fortbildungsbeauftragte sowie 730.000 Euro jährlich für die persönlichen und sächlichen Verwaltungsausgaben. Die Qualitätsverantwortung für die regionale Lehrkräftefortbildung trägt das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung in Hildesheim in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde.


Die Lehrerfortbildung im Emsland

Seit 2012 übernehmen die regionalen Kompetenzzentren die pädagogischen, fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Fortbildungsangebote für die niedersächsischen Lehrkräfte. Durch diese Angebote sollen die allgemeinbildenden Schulen bei der Entwicklung und Sicherung der Qualität ihrer unterrichtlichen und organisatorischen Arbeit unterstützt werden. Aufgabe der Kompetenzzentren ist es ferner, Lehrkräfte auf aktuelle Aufgaben vorzubereiten, wie zum Beispiel die schulische Inklusion oder die Sprachförderung.

Jedes Kompetenzzentrum ist für die Entwicklung, Organisation, Durchführung und Evaluation der von ihm angebotenen regionalen Fortbildung für öffentliche Schulen verantwortlich und für einen festgelegten regionalen Landesteil zuständig. Das Angebot richtet sich an die niedersächsischen Lehrkräfte der öffentlichen Schulen und die zum Dienst an Ersatzschulen beurlaubten Lehrkräfte, das sonstige pädagogische Personal der öffentlichen Schulen sowie an die Ausbilderinnen und Ausbilder der Studienseminare.

Neben der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg und dem Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) in Lingen sind die Kompetenzzentren den niedersächsischen Universitäten mit Lehramtsausbildung in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück und Vechta sowie der Ostfriesischen Landschaft in Aurich zugeordnet.

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