zuletzt aktualisiert vor

Zensus 2011 vorgestellt Bevölkerungszahl im Emsland leicht gesunken

Meine Nachrichten

Um das Thema Lingen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zum Stichtag 9. Mai 2011 wurde in Deutschland nach mehr als 20 Jahren wieder eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung durchgeführt, der Zensus 2011. Damit erhält das wiedervereinigte Deutschland erstmalig - nach den Volkszählungen in der Bundesrepublik 1987 und in der DDR 1981 genau Einwohnerzahlen und Daten zur Struktur der Bevölkerung. Foto: dpaZum Stichtag 9. Mai 2011 wurde in Deutschland nach mehr als 20 Jahren wieder eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung durchgeführt, der Zensus 2011. Damit erhält das wiedervereinigte Deutschland erstmalig - nach den Volkszählungen in der Bundesrepublik 1987 und in der DDR 1981 genau Einwohnerzahlen und Daten zur Struktur der Bevölkerung. Foto: dpa

Lingen. Die Bevölkerungszahl im Landkreis Emsland ist mit 311634 Bürgern leicht geschrumpft. Diese neue Einwohnerzahl ist das Ergebnis des Zensus 2011, mit dem nach 24 Jahren erstmals wieder ermittelt wurde, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. 1987 waren es im Landkreis noch 313634.

Die neuen Einwohnerzahlen für das Land Niedersachsen und seine Regionen stellte Eckart Methner, Vorstand Statistik im Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN), am Freitag auf einer Pressekonferenz im Niedersächsischen Landtag vor. Insgesamt hat Deutschland weniger Einwohner als angenommen. Derzeit leben nach dem Zensus 2011 rund 80,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Es ist die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die Einwohner wurden zuletzt 1987 in der damaligen Bundesrepublik und 1981 in der DDR gezählt. Auf der Grundlage der damaligen Ergebnisse wurden die Daten bislang fortgeschrieben und im Laufe der Zeit immer ungenauer.

Die Einwohnerzahl der Stadt Lingen ist mit 51821 um 728 Einwohner deutlich höher als bisher angenommen. Das hat der Zensus 2011 ebenfalls ergeben. „Bei den kreisangehörigen Städten mit 50000 Einwohnern und mehr ist Lingen die einzige Stadt, die im Gegensatz zu allen anderen Städten in dieser Kategorie deutliche Zuwächse zu verzeichnen hat“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone. „Das ist ein fantastisches Ergebnis für unsere Stadt und beweist, dass wir die richtigen Akzente in der Stadtentwicklung gesetzt haben.“

Bislang war die Landestatistikbehörde von einer Einwohnerzahl von 51.007 (Stand 31.12.2011) in Lingen ausgegangen. Laut dem Zensus sind rund 51 Prozent der Einwohner Frauen. Knapp die Hälfte der Einwohner ist verheiratet, circa 40 Prozent sind ledig. 53 Prozent sind nach dem Zensus erwerbstätig, von diesen haben 68 Prozent ihren Hauptwohnsitz in der Stadt Lingen.

Das Ergebnis der Volkszählung für die Kreisstadt Meppen beträgt 33909 Einwohner – das sind 966 weniger gegenüber der bisher vorliegenden amtlichen Statistik. Die Stadtverwaltung prüft derzeit, ob sich das nicht unerwartete Ergebnis insbesondere auf die Gemeindefinanzierung auswirken könnte.

Die Einwohnerzahl der Stadt Papenburg ist mit 35194 um 43 Einwohner geringer als bisher angenommen – das besagt zumindest der Vergleich der neuen Hochrechnungsdaten des Zensus 2011 mit den Angaben des LSKN am 31. Dezember 2011. Die damals von der Statistikbehörde genannte Einwohnerzahl betrug 35237. Laut dem Zensus sind rund 51 Prozent der Einwohner Frauen. Knapp die Hälfte der Einwohner ist verheiratet, circa 41 Prozent sind ledig. 52 Prozent sind erwerbstätig, davon haben 68 Prozent ihren Hauptwohnsitz in der Stadt. 17 Prozent der Einwohner verfügen über einen Migrationshintergrund. Im Hinblick auf die demografischen Zahlen sind circa neun Prozent der Pepenburger Stadtbevölkerung jünger als 18 Jahre und rund 17 Prozent älter als 65 Jahre.

Auch in der Grafschaft hat die Bevölkerungszahl abgenommen: sie sank um 1400 auf etwa 134000. Größte Stadt in der Region ist weiter Nordhorn mit etwas mehr als 52000 Einwohnern.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN