Kommentar Bewährtes pflegen und Neues aufbauen

Mit der Umsetzung des neuen Konzeptes für die Alte Backstube in Lingen ist Frederike Buthmann (links) von der Diakonie betraut worden, Claudia Kroner freut sich über die Verstärkung. Foto: DiakonieMit der Umsetzung des neuen Konzeptes für die Alte Backstube in Lingen ist Frederike Buthmann (links) von der Diakonie betraut worden, Claudia Kroner freut sich über die Verstärkung. Foto: Diakonie

Lingen. Bewährtes pflegen und Neues aufbauen: Darauf kommt es jetzt in der Alten Backstube in Lingen an, meint der Kommentator.

Der frische Anstrich im Café der Alten Backstube ist ein äußeres Zeichen dafür, dass etwas in Bewegung geraten ist bei diesem seit 1988 in Lingen etablierten Beratungsangebot der Diakonie.

Dazu trägt auch die neue Sozialarbeiterin Frederike Buthmann bei. Die Osnabrückerin geht unbelastet von atmosphärischen Störungen aus der Vergangenheit an ihre neue Aufgabe heran und kann die erweiterten Räume mit neuen Angeboten füllen.

Ebenfalls positiv zu bewerten ist die Entscheidung für ein Rauchverbot in der Alten Backstube. Eine Einrichtung wie die Diakonie, die einen Fachbereich Suchtberatung anbietet, macht sich auf Dauer unglaubwürdig, wenn sie Suchtmittel im eigenen Haus duldet. Das mag den einen oder anderen Langzeitgast verärgern und am Wiederkommen hindern. Die offenen Ohren, auf die er in der Backstube gestoßen ist und der fachliche Rat durch Buthmann in den regelmäßigen Sprechstunden sind aber gute Gründe, wiederzukommen.

Zweierlei wird wichtig sein, wenn es um die Zukunft der Alten Backstube geht: die Kontinuität in der hauptamtlichen Betreuung und die Verstärkung des ehrenamtlichen Teams im Café. Buthmanns Vertrag ist bis zum Sommer 2017 befristet. In der Baccumer Straße Bewährtes zu pflegen und Neues aufzubauen, braucht mehr Zeit als zwölf Monate. Auf mehr Schultern verteilt werden muss auch die ehrenamtliche Arbeit im Café. Zeit zu verschenken ist keine Zeitverschwendung.


0 Kommentare