Keine Auswirkung auf Betrieb Falsche Dichtungen im KKE Lingen eingebaut

Das Kernkraftwerk Emsland in Lingen. Foto: Ludger JungeblutDas Kernkraftwerk Emsland in Lingen. Foto: Ludger Jungeblut

Lingen. Im Kernkraftwerk Emsland in Lingen sind seit 2009 an 61 Armaturen in Kleinleitungen „nicht spezifikationsgerechte Dichtungen“ eingebaut worden. Dies teilte das Kraftwerk am Mittwoch mit.

Gemäß den deutschen Meldekriterien wurde das Vorkommnis einer Mitteilung des KKE zufolge in die Kategorie N (Normal) eingestuft und der Behörde fristgerecht innerhalb von fünf Werktagen gemeldet. Nach der internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen (INES) ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.

Bei der Kontrolle von Ventildichtungen im Zentrallager des Kraftwerks Emsland war eine fehlerhafte Sortierung festgestellt worden. Bei den betroffenen Teilen handele es sich um zwei optisch nahezu identische Dichtungen gleicher Bauform, aber Unterschieden in der Materialzusammensetzung, so ein Sprecher. Hierdurch wurden seit 2009 an 61 Armaturen in Kleinleitungen (Durchmesser kleiner als 15 mm) nicht spezifikationsgerechte Dichtungen eingebaut. Ihre Dichtfunktion war den Angaben zufolge aber jederzeit gewährleistet. Auswirkungen auf den Betrieb und die Sicherheit des Kraftwerks liegen nicht vor. Bei der nächsten Wartung soll der spezifikationsgerechte Zustand wiederhergestellt werden.