Vom 2. bis 4. Dezember 2016 Kunst und Kreativität beim Lingener Winterzauber


ahes Lingen. Kunst und Kreativität sind auch in diesem Jahr wieder der Schwerpunkt des Winterzaubers vom 2. bis zum 4. Dezember 2016 auf dem Lingener Universitätsplatz. Neben weihnachtlichen Kreativwerkstätten, kulinarischen Genüssen und den Fensterstimmen werden auch wieder Märchen vorgelesen.

Der Kunst- und Kreativmarkt wird am Freitag um 17 Uhr offiziell durch Oberbürgermeister Dieter Krone eröffnet. Neben den Verkaufsständen der Kunst- und Kreativschaffenden und den Traditionen wird es beim sechsten Winterzauber erstmals eine musikalische Vorstellung des Flüchtlings Mohsen Asfare, der dem im Sommer gegründeten Internationalen Kunsttreff angehört, im Rahmen des Programmpunktes „Orient trifft Okzident“ geben. Diese Veranstaltung wird am Samstag um 17 Uhr im Atrium des TPZ stattfinden. Neu ist auch die russische Weihnacht im Professorenhaus, wie Angelika Roelofs vom organisierenden Internationalen Kulturverein im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte. Der Verein Rossinka bietet den Besuchern einen Einblick in das russische Weihnachtsfest. Dabei wird es russische Märchen, Tanz, Kostüme und Gebäck geben.

Fensterstimmen als Publikumsmagnet

Weitere Programmpunkte sind zum Beispiel das Lesen von Märchen in verschiedenen Sprachen, die Trommelgruppe aus Bremervörde und der Bau von Vogelfutterstationen. „Der Publikumsmagnet wird wieder die Fensterstimmen sein“, vermutete die Erste Vorsitzende des Internationalen Kulturvereins, Christel Grunewaldt-Rohde. Diese werden am Samstag ab 20 Uhr zu hören sein. Auch eine Flüchtlingsklasse der Marienschule sei wieder dabei, die schon das ganze Jahr über bastelt und werkelt. Der Weihnachtsbaum vor der Kreuzkirche. wurde in diesem von einer Kindergruppe des Ateliers Alter Hafen und von Kindern des Kindertreffs Alter Schlachthof geschmückt, wie Grunewaldt-Rohde erklärte. „Der Schmuck muss wetterfest sein,“ betonte Joke Ruhle während einer Bastelstunde in ihrem Atelier. Dafür konnte sie auf dekorative Abfallprodukte zurückgreifen. So erhielt sie aus dem Freundes- und Verwandtenkreis rot- und goldfarbige Deckel von Reagenzgläsern, die zusammen mit den Kindern zu Girlanden verarbeitet wurden. Reste aus Aluminium, das sonst für Dichtungen von Mofas verwendet wird, wurden zu Baumkugeln geformt und erhielten durch Glasmalfarbe ein dekoratives Aussehen.

Vergrößerung des Marktes

Außerdem hat sich die Fläche des Winterzaubers erweitert. Es gehört nun auch die Wiese neben der Kunstschule dazu, da das Interesse der Vereine immer weiter wächst und neue hinzukommen. „Da wird eine Verpflegungsmeile entstehen“, verriet Roelofs. Neben afrikanischen Speisen und Falafeln wird es auch eine emsländische Kartoffelpfanne geben, die vom Verein Frauen helfen Frauen angeboten wird.

Forum für karitative Vereine

Der Kerngedanke des Winterzaubers sei, soziale Veranstaltungen und nationale sowie internationale Projekte zu fördern. Außerdem soll karitativen Vereinen ein Forum geboten werden, um sich bekannt zu machen. „Das ist uns besonders wichtig und auch der Schwerpunkt unseres Vereins“, so die erste Vorsitzende.

Ideen und Helfer willkommen

Der Erlös des Winterzaubers gehe nur zu einem geringen Anteil in die Kostendeckung des Marktes und zum größten Teil in die sozialen Projekte der mitwirkenden Vereine. Finanziert wird der Kunst- und Kreativmarkt ausschließlich durch Sponsoring, wodurch die Veranstaltung erst ermöglicht wird, und durch eigene Aktionen des Vereins. „Besonders dankbar sind wir auch für die vielen Einzelpersonen, die uns nach wie vor unterstützen und helfen und ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Auch für die Häuser, wie zum Beispiel die Kreuzkirche, das Professorenhaus und die Kunstschule, sind wir sehr dankbar, dass sie immer wieder ein offenes Ohr für uns haben“, sagte Grunewaldt-Rohde. Der Verein ist außerdem immer offen für neue Ideen sowie für Helferinnen und Helfer. Weitere Informationen und Programmpunkte sind unter www.fraueninkultur.de zu finden.


1 Kommentar