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23.11.2016, 17:43 Uhr KOMMENTAR

Debatte über Wohnungsbau neu belebt

Kommentar von Thomas Pertz

Mehr Wohnraum zu günstigen Mieten soll in Lingen geschaffen werden. Das Bild zeigt eine Baustelle in Köln. Foto: dpaMehr Wohnraum zu günstigen Mieten soll in Lingen geschaffen werden. Das Bild zeigt eine Baustelle in Köln. Foto: dpa

Lingen. Der Vorschlag der CDU-Stadtratsfraktion, es nun doch mit einem Genossenschaftsmodell zur Förderung bezahlbaren Wohnraums in Lingen zu versuchen, wird die Debatte darüber neu beleben.

Ihre bisherige Ablehnung lag in der nicht unbegründeten Sorge begründet, dass die Stadt in einer solchen Rechtsform nur eine von vielen Meinungen präsentiert bei der gemeinsamen Zielvorgabe, mehr Wohnraum auch für den kleinen Geldbeutel zur Verfügung zu stellen. Wenn die Sorge um den städtischen Einfluss nun durch ihren Status als einer von fünf oder sechs Hauptanteilseignern zerstreut wird, umso besser.

Die potenziellen anderen Hauptanteilseigner für diese neue Wohnungsbaugenossenschaft zu gewinnen ist nun Aufgabe der Verwaltung. Vorstellbar sind zum Beispiel Banken, die dem genossenschaftlichen Gedanken nahestehen, oder die Kirchen, für die es schon von „Amts wegen“ ein Anliegen ist, einen Blick für die Schwächeren in der Gesellschaft zu haben.

Eine solche Wohnungsbaugenossenschaft allein kann den Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Lingen nicht beheben. Aber sie kann dazu beitragen. Je schneller, desto besser.


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