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22.11.2016, 19:15 Uhr VEG WILL HALTSTELLEN IGNORIEREN

Das geht gar nicht

Ein Kommentar von Sven Lampe


Mehrere Baustellen und eine Ampel machen die Bernd-Rosemeyer-Straße zwischen dem Bahnhof und dem Kreisel an der Agentur für Arbeit insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten zu einem Nadelöhr. Foto: Sven LampeMehrere Baustellen und eine Ampel machen die Bernd-Rosemeyer-Straße zwischen dem Bahnhof und dem Kreisel an der Agentur für Arbeit insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten zu einem Nadelöhr. Foto: Sven Lampe

Lingen. Verkehrschaos hin oder her: Der Plan der Verkehrsgemeinschaft Emsland-Süd (VGE), Haltestellen am Lingener Stadtring zu Stoßzeiten für die Fahrgäste unvorhersehbar nicht mehr anzufahren, grenzt an eine Frechheit. Die Art der Kommunikation gegenüber ihren Kunden auch.

Es ist zwar durchaus löblich und verständlich, dass die VGE ihre Anschlüsse am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sicherstellen möchte. Denn ein Fahrplan ist ein filigranes Werk. Eine Verspätung hier, eine Verzögerung dort, und schon ist der schönste Fahrplan nur noch Makulatur.

Lapidar

So weit, so gut. Doch das Ansinnen, die zahlenden Kunden lediglich auf den Umstand hinzuweisen, ohne eine echte Alternative aufzuzeigen, geht gar nicht. Der lapidare Ratschlag, alternativ doch den ZOB zu nutzen und dorthin zu Fuß zu gehen, schlägt dem Fass den Boden aus. Sehr viel herablassender kann die VGE ihre Kunden nicht behandeln.

Überdenken

Das wäre etwa so, als ob die Bahn einen Zug ohne Halt durch den Lingener Bahnhof fahren ließe mit der Begründung: Es ist viel los, wir müssen aber pünktlich in Leer sein. Sehen Sie zu, wie Sie an Ihr Ziel kommen.

Die VGE sollte sich noch einmal hinsetzen und intensiv ihre Kommunikationsstrukturen überdenken.


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