Im Insolvenzverfahren Stadt Lingen fordert vom TuS rund 50.000 Euro

Von Mike Röser

In Eigenleistung sollte der TuS unter anderem für eine Spielfeldumrandung am neuen Kunstrasenplatz an der Teichstraße sorgen. Diese existiert noch nicht, der finanzielle Gegenwert floss als Forderungen der Stadt an den Verein in die Insolvenztabelle ein. Foto: Wilfried RoggendorfIn Eigenleistung sollte der TuS unter anderem für eine Spielfeldumrandung am neuen Kunstrasenplatz an der Teichstraße sorgen. Diese existiert noch nicht, der finanzielle Gegenwert floss als Forderungen der Stadt an den Verein in die Insolvenztabelle ein. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Entgegen Aussagen seitens der Verwaltung im August hat die Stadt doch noch Forderungen ins Insolvenzverfahren über den TuS Lingen eingebracht. In der Insolvenztabelle sind entsprechend rund 50.000 Euro eingestellt.

In der Berichterstattung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 24. August hatte Erster Stadtrat Stefan Altmeppen gegenüber unserer Redaktion erklärt, dass die Stadt „aktuell keine Zahlungsansprüche gegen den TuS Lingen“ habe. Wie die Stadt nun präzisierte, gab es Vereinbarungen mit dem TuS, die im Laufe des Insolvenzverfahrens in finanziellen Gegenwert umgerechnet worden seien.

Eigenleistungen in Geldwert umgerechnet

Dabei handelt es sich laut Stadt um Sachleistungen in Bezug auf die Fertigstellung des Kunstrasenplatzes an der Teichstraße. Bei Baumaßnahmen auf Sportgeländen ist es oftmals üblich, dass Vereine sich mit Eigenleistungen wie handwerklichen Arbeiten einbringen. Der finanzielle Gegenwert im Falle des TuS sei mit rund 44.000 Euro errechnet worden.

Restarbeiten am Kunstrasenplatz

„Der Insolvenzverwalter hat uns aufgefordert, bis zum 9. Oktober alle noch offenen Ansprüche betragsmäßig zu beziffern“, wie Altmeppen auf Anfrage unserer Redaktion erklärte. „Darunter fallen dann auch die Restarbeiten am Kunstrasenplatz, die zwischen der Stadt und dem Verein vereinbart worden sind.“ So müsse beispielsweise noch die Spielfeldbarriere erstellt werden. Die übrigen Forderungen von rund 6000 Euro beziehen sich auf „anteilsmäßige Erstattung von Energiekosten“.

Verkündung auf Anfrage eines Mediums

Darüber hinaus hatte Robert Koop, Rechtsanwalt des Vereins, gegenüber unserer Redaktion kritisiert, dass die Stadtverwaltung per Pressemitteilung am Mittwoch die Auflösung des Traditionsclubs verkündete . Wie eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage erklärte, sei die Mitteilung als Reaktion auf die Anfrage eines Mediums, das die Stadt um Stellungnahme gebeten habe, verschickt worden.

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