In Zukunft wieder Aushängeschild Der Bahnhof in Lingen gehört jetzt der Stadt

Der Bahnhof in Lingen ist inzwischen in den Besitz der Stadt übergegangen. Foto: Wilfried RoggendorfDer Bahnhof in Lingen ist inzwischen in den Besitz der Stadt übergegangen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Stadt Lingen hat inzwischen von der DB Netz AG das Bahnhofsgebäude inklusive Grundstück gekauft. Darauf wies Stadtbaurat Lothar Schreinemacher in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses hin.

Nach seinen Angaben sind das Gebäude und das Grundstück in einer Größe von 675 Quadratmetern zum 1. November in den Besitz der Stadt übergegangen. Formal musste der Ausschuss über die Aufhebung der Satzung beschließen, mit der ein besonderes Vorkaufsrecht der Stadt an dem Bahnhof festgelegt worden ist. Dieses Instrument kann eine Kommune einsetzen, wenn sie ein besonderes öffentliches Interesse an dem Kauf nachweisen kann. Die Satzung ist nach dem vollzogenen Erwerb überflüssig geworden.

Viele Schmuddelcken

Dringlich bleibt die Aufgabe, den Bahnhof wieder in einen optisch ansprechenden Zustand zu versetzen. Darüber gibt es auch einen Konsens zwischen Rat und Verwaltung. „Leider hat die Bahn das Gebäude in den letzten Jahren nicht besonders pfleglich behandelt und keine Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt“, meinte Stadtbaurat Schreinemacher mit Hinweis auf die unansehnliche Eingangshalle und andere „Schmuddelecken“. Kurzfristig wird die Stadt den Eingangsbereich nach einer gründlichen Reinigung mit einem neuen Anstrich versehen. Die Glasfront, die den Blick in die unansehnlichen Freiflächen des früheren Gastronomie- und Kioskbereichs freigeben, werden beklebt. Wie der Baudezernent weiter ausführte, werde Anfang Dezember auch ein Kiosk im Bereich des Fahrkartenverkaufs eingerichtet. Die Verwaltung nannte am Donnerstag den 5. Dezember.

Größere Sanierungs- und Umbaumaßnahmen wird die Stadt jetzt noch nicht in Angriff nehmen. „Wir wollen Förderanträge stellen und wenn wir vorher bereits anfangen, entfallen diese Mittel“, sagte Schreinemacher. Auf lange Sicht soll der Bahnhof wieder zu einem Aushängeschild der Stadt werden. Dazu gehört auch der Rückbau von Anbauten, die dem historischen Charakter des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes widersprechen. Die Mitglieder des Ausschusses begrüßten die bevorstehenden Maßnahmen ausdrücklich. Thomas Brümmer (CDU) verwies darauf, dass zwar erhebliche Kosten auf die Stadt zukämen. Das Bahnhofsgebäude als Tor zur Stadt Lingen sei dies aber wert. Andreas Kröger (SPD) mahnte, dass bei der Sanierung des Gebäudes auch das Bahnhofumfeld mit in den Blick genommen werden müsse.

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