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„Unmögliches Vorgehen“ Stadt meldet vor Verein: TuS Lingen löst sich Ende 2016 auf

Von Mike Röser

Der TuS Lingen hat der Stadt Lingen in dieser Woche mitgeteilt, dass sich der Verein zum Ende des Jahres 2016  auflösen wird.  Foto: Wilfried RoggendorfDer TuS Lingen hat der Stadt Lingen in dieser Woche mitgeteilt, dass sich der Verein zum Ende des Jahres 2016 auflösen wird. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Lingener Stadtverwaltung hat am frühen Mittwochabend verkündet, dass sich der TuS Lingen zum Ende des Jahres 2016 auflösen wird. Diese Meldung aus dem Rathaus sorgt unterdessen für Ärger beim Anwalt des Vereins, Robert Koop: „Das ist ein unmögliches Vorgehen.“

Der TuS Lingen habe der Stadt Lingen in dieser Woche mitgeteilt, dass sich der Verein zum Ende des Jahres auflösen wird, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. „Wir bedauern diesen Schritt für die Kinder und Jugendlichen des Vereins, sehen diese Entscheidung aber auch als Chance für einen Neuanfang“, wird Oberbürgermeister Dieter Krone zitiert.

Stadt will Kinder und Jugendliche unterstützen

„Wir sichern allen betroffenen Kindern und Jugendlichen zu, dass sie wie gewohnt weiter auf den bisher genutzten Sportplätzen Fußball spielen können“, betonte Krone. Derzeit trainieren dort rund 120 Kinder und Jugendliche in einer Spielgemeinschaft zwischen dem TuS und dem VfB Lingen. Mit der Auflösung des Vereins werden dessen Nutzungsverträge für das Emslandstadion hinfällig. Als Eigentümerin des Stadions will die Stadt Lingen die Plätze aber weiterhin zur Verfügung stellen.

Dass die Stadt Lingen die Auflösung des Vereins, über den im August ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde , publik gemacht hat, ärgert Robert Koop, der den TuS im Insolvenzverfahren als Rechtsanwalt vertreten hat. „Das ist ein unmögliches Vorgehen der Stadt“, betonte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Der Verein selbst habe das Ende des Lingener Traditionsclubs mitteilen wollen, weil er zunächst jene informieren wollte, die Oberbürgermeister Krone in der Mitteilung der Stadt ansprach: Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Denn: Für den heutigen Mittwoch, 19 Uhr, war ein entsprechendes Treffen geplant, bei dem der seit Juli für die Erhaltung des Vereins kämpfende neue Vorstand und Koop den Mannschaften mitteilen wollte, dass es nicht weiter gehen kann. Um 17 Uhr verschickte die Stadt ihre Pressemitteilung.

FC Lingen?

„Es ist unser Ziel, die Kräfte im Bereich des Spitzenfußballs zu bündeln. Insofern möchten wir in den nächsten Wochen alle Vereine zu einem ´Runden Tisch einladen und gemeinsam ergründen, in welcher Form ein ,FC Lingen‘ realisierbar sein kann“, sagte Krone. Bereits 2012 hatte es erste Sondierungsgespräche zu einer Zusammenarbeit aller Vereine gegeben, mit dem Ziel höherklassigen Fußball in Lingen zu bieten.

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