Nach Info durch die Leitstelle Einsatz als „Mobiler Retter“ in Bawinkel vor fünf Jahren

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Heike Robbe und Stefan Deters haben gezeigt, dass das System „Mobile Retter“ funktioniert. Foto: Wilfried RoggendorfHeike Robbe und Stefan Deters haben gezeigt, dass das System „Mobile Retter“ funktioniert. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Im Oktober 2011 geht in der Rettungsleitstelle in Meppen die Meldung ein, dass in einem Haus in Bawinkel eine bewusstlose Person liegt. Der Mitarbeiter der Leistelle alarmiert den Rettungsdienst. Doch ihm ist eines klar: Bis dieser überhaupt in Bawinkel sein kann, dauert es zu lange.

Und so ruft er Heike Robbe und Stefan Deters an. Er kennt die beiden Mitglieder der Bawinkeler Feuerwehr, die nur wenige hundert Meter vom Einsatzort entfernt wohnen. Und er weiß, dass Robbe Rettungsassistentin ist, und Deters nur wenige Meter vom Sportplatz entfernt wohnt, wo ein Defibrillator hängt.

„Ich bin direkt zu dem Haus gefahren. Dort habe ich sofort mit der Reanimation des 70-jährigen Patienten begonnen“, erinnert sich Robbe. Rund drei Minuten später kommt Deters hinzu. „Wir haben dann den Defibrillator angesetzt und zwei Mal defibrilliert“, erklärt Deters. Als der Rettungsdienst weitere fünf Minuten später eingetroffen sei, habe das Herz des Patienten schon wieder geschlagen.

Zwar verstirbt der Patient aufgrund anderer Vorerkrankungen eine Woche später im Krankenhaus. „Trotzdem war es für mich eine gute Erfahrung“, sagt Deters. Die Angehörigen des Mannes seien dankbar gewesen, noch einmal mit ihm sprechen zu können. Und die Erfahrung habe bewiesen, dass das System „Mobile Retter“ nicht nur eine App sei, sondern funktioniert.

Robbe betont, dass dieses System gerade für die Ortschaften wichtig, die weiter entfernt von der nächsten Rettungswache liegen. „Bei uns in Bawinkel kommt der Krankenwagen entweder aus Lingen, Thuine oder Haselünne“, erklärt Robbe.


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