Fördermittel verteilt AOK fördert Hospizvereine in der Region mit 104.557 Euro

Von Felix Reis

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Strahlende Gesichter gab es bei der Überreichung der Fördermittel der AOK an die Hospizvereine der Region. (von links) Helmut Heitz, Marlies Veltmann, Birgit Stoßberg, Maria Borgmann, Petra Menger, Antonia Gruber, Holger Vos und Heike Paul. Foto: Felix ReisStrahlende Gesichter gab es bei der Überreichung der Fördermittel der AOK an die Hospizvereine der Region. (von links) Helmut Heitz, Marlies Veltmann, Birgit Stoßberg, Maria Borgmann, Petra Menger, Antonia Gruber, Holger Vos und Heike Paul. Foto: Felix Reis

Lingen. Ambulante Hospizdienste ermöglichen sterbenden Menschen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben bis zum Ende. Die ehrenamtlichen Betreuer unterhalten die Patienten, hören zu, lenken ab, halten ihre Hand und trösten und spüren, was der Mensch gerade braucht. So können Sterbende ihre letzten Wochen und Tage im gewohnten häuslichen Umfeld verbringen.

Gesetzliche Krankenkassen und seit letztem Jahr auch private Krankenversicherer, unterstützen die Arbeit der ambulanten Hospizdienste finanziell. So sieht es das Sozialgesetzbuch vor. Der jetzt rückwirkend gezahlte Förderbetrag beläuft sich für ganz Niedersachsen auf 5,942 Millionen Euro, wovon die AOK Niedersachsen als größte Krankenkasse 2,093 Millionen Euro trägt.

104.557 Euro Fördermittel

Die AOK für die Region Emsland-Grafschaft Bentheim fördert die ehrenamtliche ambulante Hospizarbeit in der Region mit einem Betrag von 104.557 Euro. Jetzt fand die Scheckübergabe im AOK-Servicezentrum in Lingen statt, wozu die Krankenkasse Vertreter der Hospizvereine geladen hatte. Unterstützt werden der Verein Lingener Hospiz (23.782 Euro), die Hospiz-Gruppe Spelle (7.594 Euro), die Hospiz-Hilfe Meppen (23.082 Euro), die Hospizhilfe Grafschaft Bentheim (36.529 Euro) und das Hospiz-Team Abendstern Salzbergen (13.570 Euro).

„Es ist ein wirklich eindrucksvolles Engagement für gelebte Menschlichkeit, das die weit über 300 ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen und Begleiter in unserer Region leisten“, würdigte Petra Menger, Pressesprecherin der AOK, die Arbeit. „Niemand solle das Gefühl haben, in der Zeit seines nahenden Lebensendes ohne Hilfe und Anteilnahme dazustehen“, ergänzte sie.

Hospiz macht Schule

„Das Geld wird dringend für die tägliche Arbeit und die Finanzierung einer hauptamtlichen Koordinatorin benötigt“, sagten Marlies Veltmann (Spelle) und Helmut Heitz (Salzbergen). Dass die Trauerarbeit und Begleitung der Angehörigen immer mehr zunimmt, darüber berichteten Heike Paul und Holger Vos (Grafschaft Bentheim).

Über die Aktion für Grundschulen „Hospiz macht Schule“ informierten Antonia Gruber und Maria Borgmann (Meppen). Eine einwöchige Projektwoche macht die Kinder mit diesem sensiblen Thema vertraut. „Insgesamt kann man sagen, dass die Hospize in unserer Region gut zusammenarbeiten und Erfahrungen austauschen“, freute sich Birgit Stoßberg (Lingen). In allen Hospiz-Vereinen würde man sich über neue ehrenamtliche Helfer freuen.

Weiterhin auf Spenden angewiesen

AOK-Pressesprecherin Petra Menger wies zum Abschluss darauf hin, dass die gesetzlich vorgesehene Förderung nur eines der finanziellen Standbeine für die ambulante Hospizarbeit ist: „Spenden an die Hospiz-Vereine sind ebenso wichtig“, betonte sie.


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