Hundehasser unterwegs? Zwei Hunde in Emsbüren an Rattengift verendet

Von Heinz Krüssel

Rattengiftopfer: Der dreijährige Schäferhundrüde Duke von Gerwall. Foto: Nicole KrüsselRattengiftopfer: Der dreijährige Schäferhundrüde Duke von Gerwall. Foto: Nicole Krüssel

Emsbüren. Treibt in Emsbüren ein Hundehasser sein Unwesen? Diesen Verdacht hegen zwei Familien, deren Hunde am Wochenende an den Folgen von Rattengift verendet sind.

In beiden Fällen wird auf den eigenen Grundstücken kein Rattengift eingesetzt. Somit liegt der Verdacht nahe, dass die Hunde vergiftete Köder gefressen haben. Wo genau das passiert sein könnte, ist nicht feststellbar, zumal die Latenzzeit von der Aufnahme des Giftes bis zu den ersten Vergiftungssymptomen zwischen fünf und zehn Tage betragen kann. In beiden Fällen wird ein Bereich zwischen der Autobahn in Emsbüren-Berge und dem Nattenberg vermutet.

Eingeschläfert

Eingeschläfert werden musste der dreijährige Schäferhundrüde Duke von Gerwall. Die Vergiftung war bereits soweit fortgeschritten, dass der Tierarzt keine Behandlungsmöglichkeiten mehr sah. Der leistungsstarke Rüde hatte gerade eine Woche zuvor die Schutzhund-3-Prüfung erfolgreich absolviert. Dabei handelt es sich um die höchstmögliche Ausbildungsstufe im Hundesport.

Familienhund

Obwohl Duke im Sport als kompromissloser Partner galt, war er ein absoluter Familienhund und ausgesprochen kinderlieb, beschreibt Halter Andreas Krüssel den Hund. Besonders traurig sind auch die Kinder Finn (6) und Leni (4). Sie sind mit dem Schäferhund aufgewachsen und haben jetzt ihren geliebten Spielkameraden verloren.

„Wir sind wütend„

Im zweiten Fall ist der achtjährige schwarze Flatcoatet Retriever „Neala’s Joe Cocker“, genannt Oskar, betroffen. Auch Oskar war ein absoluter Familienhund, betont Hermann Holterhus: „Wir alle sind nicht nur traurig, sondern auch wütend über eine so perverse und tierquälerische Tat.“ (Lesen Sie auch: Werden in einer Hundeschule im Emsland Tiere gequält?)

Warnung an andere Hundehalter

Beide Halter haben Anzeige erstattet und hoffen, dass der Täter dingfest gemacht werden kann. Sie bitten die Bevölkerung um Unterstützung. Hundehalter sollten im Bereich Emsbüren-Berge auf der Hut sein, wenn sie mit ihren Vierbeinern in der Natur spazieren gehen.

Warnung der Polizei

Auch die Polizei warnt nach den Vergiftungen der beiden Hunde in Emsbüren: Verdachtsfälle sollen einer Mitteilung zufolge der Polizei Emsbüren (Tel. 05903/214) gemeldet werden. Einen ähnlichen Fall habe es bereits zuletzt in Schüttorf gegeben.


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