Castingshow auf RTL Das Supertalent 2016: Lingener will „Poptitan“ überzeugen

Nikolai Merkator aus Lingen ist am Samstag in der Castingshow „Das Supertalent“ zu sehen. Foto: RTL/Stefan GregorowiusNikolai Merkator aus Lingen ist am Samstag in der Castingshow „Das Supertalent“ zu sehen. Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Lingen. Wie aus einem zurückhaltenden Mann in sechs Jahren eine Rampensau werden kann, dafür ist Nikolai Merkator der perfekte Beweis. Bis vor sechs Jahren spielte der Lingener Schlagzeug, bewegte sich im Hintergrund. Samstag will er Dieter Bohlen und Co. bei „Das Supertalent“ überzeugen – aber nicht mit Drumsticks.

Einfach mal die Augen aufmachen, Stärke zeigen, aus sich herauskommen, statt sich kleiner zu machen – was für so manchen wie leere Worthülsen klingt, spiegelt den Lebensweg von Nikolai Merkator wieder. Es ist der Inhalt seines Songs „Kleiner Mann“. Geschrieben hat er ihn selbst, und auch komponiert. Er spielt ihn nicht nur, er singt ihn auch. Ob im Badezimmer, in der Küche oder vor den Arbeitskollegen auf der Baustelle: In seinem Freundeskreis ist der Song längst bekannt. Am Samstag ist er deutschlandweit zu hören, denn dann wird Merkator ihn in der RTL-Show „ Das Supertalent “ präsentieren.

Konkurrenz: Artisten, Models und Zauberer

Es ist nicht der erste Auftritt für den 24-Jährigen, der ausgebildeter Garten- und Landschaftsbauer ist und eigentlich aus Gildehaus bei Bad Bentheim stammt. Ob in Diskotheken wie Joker und Index, auf Festivals oder auf der Gamescom – Nikolai Merkator kennt sich auf Bühnen aus. Und doch war er nervös, als die Aufzeichnung der Show bevorstand. „Mein letzter Auftritt war mehr als ein Jahr her“, sagt er rückblickend im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit seinem Vater, seiner Freundin und seinem Produzenten reiste er zum Casting nach Bremen. Nervös stand er zwischen Akrobaten von der Berliner Artistenschule, Models aus Los Angeles, Zauberinnen aus Kroatien und US-Amerikanerinnen, die Vogelstimmen imitierten. „Es war eine nette Stimmung“, sagt Nikolai Merkator, obwohl er zugeben muss, dass die Erinnerungen immer mehr verblassen. „Die Anspannung war einfach zu groß.“ Stundenlang musste er warten, bis er die Bühne betreten konnte, bis er vor Produzent Dieter Bohlen, Ex-Model-Coach Bruce Darnell und Sängerin Victoria Swarovski stand. (Weiterlesen: Wer ist Victoria Swarovski?)

Ein Sprungbrett für den Lingener?

Dass Poptitan Bohlen für seine derben Sprüche bekannt ist und auch gerne mal den Kandidaten ohne Umschweife ins Gesicht sagt, wenn er von der Leistung nicht überzeugt ist, dem war sich Nikolai Merkator bewusst. „Ich hatte Respekt vor seiner Meinung, schließlich ist mir ja nicht egal, was die Jury über meine Stimme sagt.“ So viel Respekt, dass er sich zuvor die Meinung seiner Freunde einholte, obwohl er die längst kannte. Schließlich waren sie es, die „Mecky“, wie seine Spitz- und sein Künstlername (Mecky.) lauten, ihn aufgefordert hatten, dort sein Glück zu versuchen. Sie waren es auch, die bis dato als einzige seinen Song „Kleiner Mann“ kannten und seinen Wunsch, irgendwann allein von der Musik zu leben. „Das Supertalent“ sieht der 24-Jährige als Sprungbrett. Obwohl er bereits einen Song Contest eines lokalen Radio-Senders gewonnen hat, ist Merkator realistisch: „Wenn ich mit meiner Musik in den nächsten zwei oder drei Jahren nicht weiterkomme, drücke ich noch einmal die Schulbank.“

Mit Freunden auf die Couch

Ob er mit seiner Leistung Dieter Bohlen und Co. überzeugen kann – und ob die Jury auf den Buzzer haut – wird sich am Samstag herausstellen. Um 20.15 Uhr beginnt die dritte Show von „Das Supertalent“ auf RTL, die sich auch Merkator mit seinen Freunden zu Hause anschauen wird und in der er nicht mehr im Hintergrund agiert.


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