Fertigstellung Mitte 2018 Langschmidtsweg in Lingen wird grundlegend saniert

Der Langschmidtsweg in Lingen ist dringend sanierungsbedürftig. Foto: Wilfried RoggendorfDer Langschmidtsweg in Lingen ist dringend sanierungsbedürftig. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Der Langschmidtsweg im Lingener Stadtteil Reuschberge soll von Oktober 2016 bis Mitte 2018 saniert werden. Dies hat der Planungs- und Bauausschuss (PBA) der Stadt Lingen beschlossen.

Stadtbaurat Lothar Schreinemacher stellte in der jüngsten Sitzung des PBA zunächst die Situation dar. „Zahlreiche Querungen von Leitungen sind nur provisorisch wieder hergerichtet, es gibt viele Straßenschäden und Bäume haben viele Gehwegplatten hochgedrückt.“ Zudem ständen mehrere Platanen entlang des Langschmidtsweges auf Gasleitungen, die durch das Wurzelwerk der Bäume gefährdet seien.

Integration aller Verkehrsteilnehmer

Der Langschmidtsweg habe eine innerstädtische Verkehrsfunktion, sagte Schreinemacher. „Viele nutzen den, um den Konrad-Adenauer-Ring zu umfahren.“ Dies würde auch die Zahl der dort gemessenen Fahrzeuge belegen. Daher wolle die Stadt die Straße, nachdem der angrenzende Emsauenpark weitestgehend ausgebaut sei, jetzt komplett erneuern. Dabei sei eine „städtebauliche Integration aller Verkehrsteilnehmer“ erwünscht, erklärte der Stadtbaurat.

Leitungen und Kanal erneuern

Bei der geplanten Baumaßnahme soll die gesamte Fahrbahnoberfläche erneuert werden. Zuvor ist vorgesehen, die unter der Straße liegenden Versorgungsleitungen der Stadtwerke Lingen zu erneuern und in einem Teilabschnitt zwischen den Einmündungen der Hermann-Heuking-Straße und der Mühlenbachstraße Arbeiten am Schmutzwasserkanal durchzuführen.

Zeitplan vorgestellt

Stadtbaurat Schreinemacher stellte einen Zeitplan für die Baumaßnahmen vor. Demnach soll ab Oktober 2016 mit der Entnahme der Bäume begonnen werden. Ab dem 17. Oktober würden dann die Stadtwerke beginnen, ihre Versorgungsleitungen zu erneuern. „Dies erfolgt unter laufendem Verkehr in fünf Bauabschnitten und dauert bis Ende 2017“, erläuterte Schreinemacher.

Sperrung in eine Richtung

Trotzdem wird es zu Behinderungen kommen. Ab Ende Oktober beginne die Stadtentwässerung Lingen mit den Kanalarbeiten. Während dieser bis Anfang April 2017 geplanten Arbeiten werde der Langschmidtsweg aus Richtung Gelgöskenstiege gesperrt. In der Gegenrichtung und für Anwohner bleibe er jedoch befahrbar. Eine Umleitung solle in dieser Zeit über die Teichstraße erfolgen. Mitte 2017 werde dann mit den eigentlichen Straßenbauarbeiten begonnen. Diese würden dann laut Plan Mitte 2018 abgeschlossen sein.

Beeck: Zeitplan straffen

Grundsätzliche Kritik am Zeitplan äußerte Jens Beeck (Liberale Fraktion): „Wir sollten das straffen und eine zeitweilige Sperrung in Kauf nehmen“, schlug er vor. Durchsetzen konnte sich der Liberale, der im PBA lediglich ein Grundmandat ohne Stimmrecht besitzt, nicht. Der Ausschuss beschloss einstimmig, dass der Ausbauplan, so wie vom Stadtbaurat vorgestellt, umgesetzt werden soll.

Haberland: Vernünftige Breiten herausholen

Klaus Haberland, Leiter des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, sah die geplante Fahrbahnbreite als zu schmal an. „Hat man sich Gedanken über Querschnittsverbesserungen gemacht?“, fragte er. Die in Abschnitten vorgesehenen 4,50 Meter seien kein Mass für eine Straße solcher Bedeutung. „Für einen Lkw-Pkw-Begegnungsverkehr sind mindestens 5,90 Meter nötig.“ Haberland schlug vor, mit den Anwohnern darüber zu sprechen, was möglich sei, um „vernünftige Breiten“ herauszuholen. Schreinemacher entgegnete, dass die Baumaßnahme nicht nach den heute geltenden Richtlinien für Straßenneubau umgesetzt werden könne. „Wir haben einen Bestand, den wir sanieren.“

Hilling: Zustand erbärmlich

CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling freute sich „als Bürger von Reuschberge und Vertreter der Interessengemeinschaft Reuschberge“, dass die Baumaßnahme jetzt endlich angepackt werde. Der Zustand der Straße sei erbärmlich. Zugleich machte er während des Vortrages von Stadtbaurat Schreinemacher immer wieder Anmerkungen zu Details. So schlug er unter andrem vor, die Einmündungsbereiche aller Straßen farblich abzusetzen.

Bürgerversammlung am 27. September

Zu diesen Details können sich auch die Bewohner von Reuschberge äußern. Am Dienstag, 27. September, findet um 19 Uhr im Haus der Vereine Reuschberge (ehemaliges Unteroffizierheim) eine Bürgerversammlung statt, bei der die Stadt die Pläne für den Langschmidtsweg vorstellen wird.


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