WV läutet dritte Runde ein 31 Stipendien werden 2017 im Emsland vergeben

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Groß ist die Nachfrage von jungen Leuten in der Region, ein Emslandstipendium zu bekommen. Am Montag wurde die dritte Runde eingeläugtet. Das Bild bei Emco in Lingen zeigt Stifter und Studierende. Foto: Thomas PertzGroß ist die Nachfrage von jungen Leuten in der Region, ein Emslandstipendium zu bekommen. Am Montag wurde die dritte Runde eingeläugtet. Das Bild bei Emco in Lingen zeigt Stifter und Studierende. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Die dritte Runde des Emsland-Stipendiums „Wirtschaft trifft Talente“ ist eingeläutet. Am Montag stellte die Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes (WV) Emsland, Maria Borgmann, beim Pressegespräch in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Emco in Lingen Stifter für 2017 und auch Studierende vor, die von den vorangegangenen Runden profitiert haben.

Insgesamt 31 Stipendien werden nach Angaben von Borgmann im nächsten Jahr an die Studierenden vergeben. Davon sind 22 unternehmensgebunden und neun werden als freie Stipendien vergeben. Dabei erfolgt keine Bindung an den jeweiligen Stifter. Die Studierenden erhalten für ein Jahr pro Monat eine finanzielle Unterstützung von 100 Euro.

21 Unternehmen und Institutionen haben sich für die dritte Runde gemeldet, darunter drei neue: Erstmalig dabei sind die codia Software GmbH aus Meppen, die Emsbürener Maschinenfabrik Paus und die katholischen Kirchen im südlichen Emsland. Letztere vergeben ein freies Stipendium. Dechant Thomas Burke sagte, dass die Kirche darin auch eine Möglichkeit sehe, junge Leute ein Stück weit zu begleiten.

WV-Chefin Maria Borgmann erklärte, dass das Emsland-Stipendium Standortmarketing, Wirtschaftsförderung und Nachwuchsförderung zugleich sei. Es unterstütze die Studierenden, während die Unternehmen gleichzeitig motivierte und talentierte Nachwuchskräfte kennenlernen könnten.

Wie zum Beispiel Lena Czolbe (Freies Stipendium bei Hölscher Wasserbau), Lisa Tegeler (Connectiv!eSolutions), Sarah Peters (Freies Stipendium Landkreis) und Bernhard Schepers (Maschinenfabrik Bernard Krone). Sie berichteten, dass ihnen das Stipendium nicht nur bei der Finanzierung des Studiums helfe, sondern insbesondere durch die Vergabe von Bachelorarbeiten, Praktika und anderes mehr wertvolle Unternehmenskontakte ermögliche.

„Win-Win-Situation“

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp sprach deshalb von einer „Win-Win“-Situation. Der Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik auf dem Campus Lingen, Prof. Dr. Thomas Steinkamp, äußerte sich ähnlich. Gerenkamp betonte, dass sich die Unternehmen über das gewährte Stipendium ein Stück weit auch mit dem Hochschulstandort in Lingen identifizierten. Dies alles trage mit dazu bei, junge, hoch qualifizierte Leute langfristig für einen Arbeitsplatz im Emsland zu begeistern. Was die Kooperation von Wirtschaft und Hochschule anbelange, setze die Region Maßstäbe, sagte Steinkamp.

Wie wichtig das in seiner Anbindung an einen regionalen Wirtschaftsverband einmalige Stipendium in Deutschland für die Nachwuchsgewinnung der Unternehmen ist, machten Willi Poll, Personalleiter beim Fahrzeugwerk Krone, Patrick Rosen, Marketingchef beim Technologiekonzern Rosen in Lingen und Marco Menne, Vorstand der Sparkasse Emsland deutlich. Die Statements der jungen Studierenden seien für ihn ein überzeugender Beleg dafür, dass die Region mit diesem Instrument Emsland-Stipendium richtig liege, sagte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone.

Dies bekräftige Sven Hermeling vom Allgemeinen Studierendenausschuss (ASTA). „Wir begrüßen das ausdrücklich und gehen davon aus, dass die Zahl der Stipendien weiter steigen wird“, sagte Hermeling. Seit der ersten Vergabe habe sich die Anzahl verdreifacht, so WV-Vorsitzende Borgmann. 2016 hatten sich 106 Studierende auf die Stipendien beworben.

Informationen zur Bewerbung um ein Emslandstipendium gibt es beim Wirtschaftsverband Emsland unter http://www.wv-emsland.de/elstipendium/

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Stifer des Emsland-Stipendiums

Die 21 Stifter des Emsland-Stipendiums des Wirtschaftsverbandes vergeben im nächsten Jahr insgesamt 31 Stipendien:

Barlage, Haselünne-Flechum, codia Software, Meppen, connectiv! eSolutions, Lingen, Katholische Kirche Emsland-Süd, Emco Group, Lingen, Emsländische Stiftung Beruf und Familie, Meppen, Emsländische Volksbank, Meppen, Fahrzeugwerk Bernard Krone, Werlte, Hanrath Gruppe, Papenburg, Hermann Paus Maschinenfabrik, Emsbüren, Hölscher Wasserbau, Haren, Husmann Umwelt-Technik, Dörpen, Kampmann, Lingen, Knollenborg und Partner, Lingen, Landkreis Emsland, Maschinenfabrik Bernard Krone, Spelle, Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ), Röchling Engineering Plastics, Haren, Rosen Group, Lingen, Sparkasse Emsland, Stadt Lingen.

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