Carsharing-Standorte eröffnet Lingener können ab sofort Car-Sharing nutzen

Von Sven Lampe


Lingen. Teile und fahre: Individuelle Mobilität ohne eigenes Auto ist per Carsharing ab sofort auch in Lingen möglich. Zum Auftakt können Interessenten an zwei Standorten in der Stadt einsteigen und losfahren.

Die beiden Fahrzeuge, ein Kleinwagen vom Typ Toyota Aygo und ein geräumiger Citroën Berlingo mit Anhängerkupplung, sind Teil des Emsland-Carsharings mit insgesamt fünf Fahrzeugen in Lingen, Meppen und Papenburg. Der Toyota hat seinen festen Standort auf dem Campus am Bahnhof. Der Citroën steht an der Außenstelle der Kreisverwaltung Am Wall Süd.

„Alternative zum Zweitwagen“

Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone bezeichnete das Angebot bei der Vorstellung als „sehr gute Ergänzung zur Bahn und dem Lili-Bus“. Außerdem seien die Autos zum Teilen „eine gute Alternative zum Zweitwagen.“ Mit dem gemeinsamen Angebot des Landkreises Emsland und den Städten Lingen, Meppen und Papenburg sei nun auch in der Region ein Trend angekommen, der in Deutschland ganz oben stehe, sagte Krone: „Das ist die Zukunft, da wollen wir hin!“

Kooperationspartner

Mit im Boot ist auch der Verein Carsharing Emsland. Als Kooperationspartner haben sich die Emsländer die Firma Stadtteilauto Osnabrück ins Boot geholt. Stadtteilauto betreibt in Osnabrück seit Jahren eine größere Teil-Auto-Flotte. Stadtteilauto stellt den hiesigen Akteuren die Fahrzeuge zunächst für zwei Jahre zur Verfügung und kümmert sich um die organisatorischen Dinge im Hintergrund.

Zweiter Anlauf

Über die Kooperation freut sich Kreisdezernent Michael Steffens: „Wir müssen nicht alles neu erfinden.“ Der tägliche Betrieb soll nun zeigen, ob das Angebot eine dauerhafte Chance hat. Im Erfolgsfall können sich die Organisatoren einen Ausbau des Angebotes mit mehr Fahrzeugen an weiteren Standorten vorstellen. Der jetzige Anlauf ist der zweite Versuch, Carsharing in der Region anzubieten. Ein erster Anlauf vor einigen Jahren war wegen Erfolglosigkeit eingestellt worden. Mit ihrem Angebot setzen die Auto-Teiler insbesondere auf die junge Generation - nicht zuletzt auf die Studierenden auf dem Campus Lingen.

Führerschein

Das Prinzip des Emsland-Carsharings ist einfach. Wer teilnehmen möchte, muss sich einmal für 49 Euro registrieren lassen und im Lingener Bürgerbüro seinen Führerschein vorlegen. Mit einer Zugangskarte und PIN-Nummer kann dann online, per App oder telefonisch ein Auto reserviert werden. Abgerechnet wird zusätzlich zu einer monatlichen Grundgebühr von fünf Euro für Wenigfahrer wahlweise pro Stunde (ab 2,10), Tag (ab 23 Euro) oder Woche (ab 115 Euro), plus gefahrene Kilometer (ab 25 Cent). Dafür fallen weder Benzinkosten noch Steuern oder Versicherungsbeiträge an. Wer unterwegs tanken muss, kann die entstehenden Kosten mit einer im Wagen liegenden Tankstellenkarte für ihn kostenlos begleichen. Den Autoteilern stehen laut Ralf Enger von Stadtteilauto Osnabrück nicht nur die Fahrzeuge im Emsland, sondern auch in vielen anderen Städten wie Berlin oder München zur Verfügung.

Kostenloses Parken

Attraktives Zusatzangebot: Mit den Teil-Autos kann auf jedem städtischen Parkplatz in Lingen kostenlos geparkt werden: „Das darf sonst nur der Oberbürgermeister“ stellte Krone schmunzelnd fest. Nicht ohne den Hinweis, dass der Vorteil für die Carsharer sogar über dieses Privileg hinausgehen: „Carsharer dürfen das immer, der OB nur, wenn er mit dem Dienstwagen dienstlich unterwegs ist.“

Weitere Infos

online unter www.emsland-carsharing.de

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