Gespräch zur Kommunalwahl CDU Lingen: Entscheidungen zum Wohle der Stadt

Gesprächspartner unserer Redaktion (von links): Christian Fühner, Irene Vehring und Uwe Hilling. Foto: Thomas PertzGesprächspartner unserer Redaktion (von links): Christian Fühner, Irene Vehring und Uwe Hilling. Foto: Thomas Pertz

Lingen. „60 Prozent plus X“ hatte Christian Fühner, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Lingen, auf einer Mitgliederversammlung im Mai als Ziel für die Kommunalwahl 2016 ausgegeben. Im Pressegespräch gut vier Wochen vor dem Wahlgang am 11. September sehen er, CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling und seine Ratskollegin Irene Vehring keinen Grund, die Messlatte etwas tiefer zu legen, im Gegenteil. Die Christdemokraten, die vor fünf Jahren 57,15 Prozent der Stimmen geholt haben, gehen mit viel Zuversicht in den Wahlkampf.

„Wir für ein lebenswertes Lingen“, lautet der Slogan der CDU, wobei im Adjektiv „lebenswertes“ vier Buchstaben, „Werte“, groß geschrieben sind. „Diese Wörter ‚Wir‘ und ‚Werte‘ nehmen wir ernst, ‚Werte‘ sollen auch für unsere Inhalte stehen“, sagt Fühner. Dies werde auch bei der Auswahl der 147 Kandidatinnen und Kandidaten deutlich, die vom Schüler bis zum Rentner, vom Newcomer bis hin zu erfahrenen Kommunalpolitikern, die ganze gesellschaftliche Bandbreite in der Stadt abdecken würden. „Die Menge und die Qualität stimmt“, betont Fühner.

Bei der CDU bekomme der Wähler im Übrigen auch die Bewerber um ein Mandat, die auf den Wahlzetteln stünden, sagt Hilling und weist auf Mandatswechsel bei den Bürgernahen und Übertritte bei der Liberalen Fraktion nach der letzten Kommunalwahl 2011 hin. „Das unterscheidet uns auch von den anderen Fraktionen. Intern sind wir sicherlich auch nicht immer einer Meinung, aber wenn die Entscheidung gefallen ist, dann ziehen wir sie auch durch“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende.

„Wir haben Wort gehalten“

Die Mehrheitsfraktion hat nach Darstellung der CDU-Politiker einen erheblichen Anteil daran, dass die Stadt auch in der vergangenen Legislaturperiode eine gute Entwicklung genommen hat. Hilling erinnert in diesem Zusammenhang an die schwierigen Diskussionen zur Ansiedlung von Betriebsteilen der BP-Raffinerie auf der gerodeten Fläche im Altenlingener Forst. „Wir haben unser Wort gehalten, als wir 2011 gesagt haben, dass mehr Wald nicht wegkommt, aber die gerodete Fläche gewerblichen Zwecken zugeführt werde“, erläutert Vehring. Die Entscheidung wird den CDU-Vertretern zufolge Investitionen im dreistelligen Millionenbereich auslösen und stelle einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung dar. Nach Angaben Hillings weist der Ergebnishaushalt der Stadt Lingen „siebenstellige Überschüsse“ auf. Grundlage dafür seien vernünftige Entscheidungen im gesamten Rat, „für die die CDU an erster Stelle verantwortlich ist“, fügt der Fraktionschef selbstbewusst hinzu. Auch die Tatsache, dass die Stadt Lingen bei 57000 Einwohnern 26000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze aufweise, zeige, „dass wir in den letzten Jahren nicht so ganz viel falsch gemacht haben“. Dies sei im Übrigen auch ein Ausdruck von Kontinuität und Verantwortung, betont Fühner. „Wir gucken eben nicht in der Politik, was nicht geht, wie die Bedenkenträger bei den BN. Das unterscheidet uns voneinander.“

Den hohen Standard halten

Den hohen Standard auf allen Ebenen in der Stadt zu halten, sieht die CDU als zentrale Aufgabe in der kommenden Legislaturpeiode an. „Unsere Schulen brauchen keinen Vergleich mit anderen Orten in Niedersachsen zu scheuen“, nennt Hilling ein Beispiel. Das Gleiche gelte für Kita-Plätze, das kulturelle sowie Sport- und Freizeitangebot. Mit dem LiLi-Bus sei die Mobilität in der Stadt und den Ortsteilen deutlich verbessert worden. Ein Angebot, das aber auch seinen Preis hat. Auf fast eine Million Euro summieren sich nach Darstellung der CDU die jährlichen Kosten.

Die Wirtschafts- und Finanzkraft der Stadt erhalten und weiter ausbauen, dies haben sich die Christdemokraten deshalb als weitere Ziele auf die Fahne geschrieben. „Hier ist zum Beispiel so eine bilinguale Schule, wie sie das Unternehmen Rosen in Lingen anbietet, auch wichtig“, sagt Vehring. Die CDU habe dabei anders als andere „kein Haar in der Suppe gesucht“, sondern der Wirtschaft signalisiert, dass es solche Initiativen begrüße.

Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung bewertet die CDU positiv. „Sie macht eine gute Arbeit“, betont Hilling. Die Kritik der Bürgernahen an den angeblich zu vielen Personalstellen im Rathaus könne er nicht nachvollziehen. Und was den Oberbürgermeister anbelange, sei der Arbeitseinsatz von Dieter Krone enorm.

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