Kita in Burkina Faso Lions Club Lingener Land spendet 12.000 Euro nach Afrika

Der Lions Club Lingener Land freute sich, einen Scheck in Höhe von 12000 Euro an Dieudonné Ouedraogo (4. von links) für den Bau einer Kita in Burkina Faso überreichen zu dürfen. Foto: Jessica LehbrinkDer Lions Club Lingener Land freute sich, einen Scheck in Höhe von 12000 Euro an Dieudonné Ouedraogo (4. von links) für den Bau einer Kita in Burkina Faso überreichen zu dürfen. Foto: Jessica Lehbrink

Spelle. Der Lions Club Lingener Land unterstützt den Bau einer Kindertagesstätte in Burkina Faso mit 12000 Euro. „Sie unterstützen unser Land im Bereich Erziehung damit so sehr, dass es sich kaum messen lässt“, bedankte sich der Leiter des Sprachzentrums vom Dachl-Haus, Dieudonné Ouedraogo, bei der Scheckübergabe in Spelle.

Unterstützt wird der Bau einer Kindertagesstätte in Ouedraogos Heimatdorf mit etwa 300 Einwohnern. „Wir haben bei uns knapp vier Prozent an Kindern, die das Glück haben, einen Kindergarten zu besuchen“, erläuterte der Westafrikaner, der zudem Mitarbeiter des Schulministeriums von Burkina Faso ist. Bereits vor Monaten hätten Gespräche mit dem Dorfhäuptling stattgefunden, um die Idee einer Kindertagesstätte in die Realität umzusetzen, berichtet Dominik Schmengler, der für die Hilfsorganisation For Fair Education tätig ist und schon selbst in dem afrikanischen Dorf zu Gast war.

Berührungsängste mildern

Seit Jahren betreut der Verein Projekte in dem schwarzafrikanischen Land mit dem obersten Ziel der Bildung.

Die geplante Kita soll aber noch viel mehr sein, erläutert Schmengler: „Wir wollen eine Vorschulkindbetreuung anbieten. Viele Kinder kommen dort plötzlich in Berührung mit dem Bildungssystem, also auch mit der Amtssprache Französisch, obwohl deren eigentliche Mutersprache Morré ist. Die erste Berührung soll einfach niederschwelliger werden.“ Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Verknüpfung mit der naheliegenden Schule, die von etwa 500 Kindern besucht wird. So würde ein guter Übergang geschaffen.

Sichtbare Änderungen

„Nur durch Erziehung kann man vorangehen. Wenn man bei den Kleinen anfängt, entsteht eine riesige Welle. Und so können wir irgendwann auch die Kinder aus den umliegenden Dörfern und Städten einbeziehen“, ist Ouedraogo überzeugt. Genauso rechnet er fest damit, dass sich mit der Errichtung einer Kita und somit einer neuen Bildungschance in spätestens fünf Jahren, vielleicht sogar schon in drei Jahren, sehr viel in seiner Region ändern wird. Auch die Mütter würden mit dieser Möglichkeit plötzlich mehr Zeit gewinnen und könnten diese so beispielsweise nutzen, um arbeiten zu gehen, und somit den Kindern einfache Schulmittel finanzieren.

Mit wenig viel bewirken

Zusammengetragen wurde die Spende des Lions Club aus dem Verkauf von Adventskalendern, an denen sich zahlreiche Unternehmen mit hochwertigen Sachspenden beteiligten. „Es ist erstaunlich, was mit dieser verhältnismäßig kleinen Summe bewirkt werden kann“, freut sich der Schatzmeister des Lions Club, Gustav Dresselhaus. „Herzlichen Dank im Voraus. Es lebe diese Kooperation“, betonte Ouedraogo. Wer dem Verein For Fair Education eine Spende für eine Spende zukommen lassen möchte, finden Spendenmöglichkeit im Internet auf

www.for-fair-education.org .

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